Microsoft hat den Support für seine Desktop-Publishing-Software Mitte Oktober endgültig eingestellt. Der Konzern rät Nutzenden des Publishers nun, ihre alten pub-Dokumente als PDF zu konservieren oder sie ins docx-Format umzuwandeln.
Allerdings sind das nicht die einzigen und vielleicht auch nicht die besten Möglichkeiten für alle, die auf der Basis von pub-Vorlagen noch regelmäßig etwa Druckpublikationen wie Plakate oder Kalender erstellen oder E-Mail-Newsletter herausgeben. Das erklärt die Document Foundation, die hinter der freien und kostenlosen Bürosoftware-Suite LibreOffice steht.
Denn bei der Konvertierung in das docx-Format könne die Formatierung komplexer Dateien zerschossen werden. Deshalb haben die LibreOffice-Entwickler das pub-Format zurückentwickelt, so dass es jetzt möglich ist, pub-Dateien mit LibreOffice Draw zu öffnen, im offenen OpenDocument-Format (ODF) zu speichern und zu bearbeiten.
Zwar stoße auch LibreOffice Draw beim Layouten irgendwann an seine Grenzen, weil es sich dabei um ein Grafikprogramm und nicht um eine Desktop-Publishing-Anwendung handelt. Das Bearbeiten kleiner, mehrseitiger Dokumente wie Newsletter oder einseitiger Dokumente jeden Formats sei aber problemlos möglich.
Als Open-Source-Alternative für aufwendigere Layouts empfiehlt die Document Foundation das freie und kostenlose Desktop-Publishing-Programm Scribus, das wie LibreOffice unter anderem für Windows, MacOS und Linux verfügbar ist, allerdings kein Standard-Dateiformat verwendet.
© dpa-infocom, dpa:261020-930-864485/1