Zwischen Siegelsdorf und Markt Erlbach gilt: Busse statt Züge | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.10.2024 10:35

Zwischen Siegelsdorf und Markt Erlbach gilt: Busse statt Züge

Dieser Gleisbautrupp war im November 2022 bei Laubendorf an der Zenngrundbahn zugange. Nun werden wieder Schienen erneuert. (Foto: Heinz Wraneschitz)
Dieser Gleisbautrupp war im November 2022 bei Laubendorf an der Zenngrundbahn zugange. Nun werden wieder Schienen erneuert. (Foto: Heinz Wraneschitz)
Dieser Gleisbautrupp war im November 2022 bei Laubendorf an der Zenngrundbahn zugange. Nun werden wieder Schienen erneuert. (Foto: Heinz Wraneschitz)

Auf der VGN-Linie RB 12, vielen besser bekannt als Zenngrundbahn, kommt der Schienen-Ersatzverkehr zurück. Der kürzlich veröffentlichte Ersatzfahrplan der Bahngesellschaft DB Regio Bayern gilt von Sonntag, 6. Oktober bis einschließlich Sonntag, 3. November. Anstelle der üblichen Diesel-Triebwagen auf den Schienen werden auf der Linien-Teilstrecke zwischen Siegelsdorf und Markt Erlbach Omnibusse auf oft schmalen Straßen unterwegs sein.

Über die genauen Abfahrtszeiten informiert der VGN mit einem Fahrplan zum Herunterladen hier.

Der letzte Schienen-Ersatzverkehr (SEV) für die RB12 liegt gerade mal sechs Wochen zurück: Ende August, also in den Schulferien, pendelten Busse zwischen dem Bahnknoten Siegelsdorf und der Endhaltestelle Markt Erlbach hin und her.

Wie damals schon fahren die SEV-Busse auch diesmal die bekannten Ersatzhaltestellen nahe der regulären Bahnhaltepunkte an. Eine Ausnahme gibt es wiederum: den Halt Hardhof im Westen von Langenzenn bedienen die SEV-Busse nicht, ist dem Ersatzfahrplan zu entnehmen.

Umsteigen in Siegelsdorf

Die Fahrgäste müssen in beiden Fahrtrichtungen – ob nach Fürth/Nürnberg oder Markt Erlbach – jeweils in Siegelsdorf umsteigen: Entweder in die oder aus der S6 beziehungsweise vom oder in den RE10. Der direkte Anschluss in Siegelsdorf soll meist möglich sein, je nachdem, wie pünktlich der so genannte „Schienenersatzverkehr“ auf den teils schmalen Straßen unterwegs sein kann.

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Um die Anschlüsse zu gewährleisten, fahren die Busse, die Menschen in Richtung Nürnberg und Fürth transportieren, etwas früher ab, als man es von den Zügen gewöhnt ist. Doch bei geplanten Umsteigezeiten in Siegelsdorf von oft gerade mal fünf Minuten bleiben Fragezeichen. Und ob die wesentlich zahlreicher als in den Schulferien pendelnden Fahrgäste in der S6 oder im RE10 genügend Plätze finden, wird sich auch zeigen müssen.

Doch warum braucht es eigentlich schon wieder einen SEV? Auf Nachfrage der Redaktion erläutert eine Sprecherin der Bahn: „Der SEV ist nötig, da in den Bereichen Siegelsdorf-Wilhermsdorf und Wilhermsdorf-Markt Erlbach Gleiserneuerungen in diesem Zeitraum stattfinden. Im Bahnhof Wilhermsdorf werden außerdem die Schienen der Gleise 1 und 2 erneuert.“

Lärm soll möglichst vermieden werden

Die für die Schienenwege zuständige DB Netz AG verspricht, dabei: „Auf größtmögliche Lärmvermeidung wird geachtet.“ So sollen zum Beispiel „die Warnsignale zur Sicherung der Gleisarbeiter auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt“ oder „unnötiger Leerlauf der Maschinenmotoren vermieden“ werden. Und es sei „kein Antrag auf Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit gestellt“ worden. Trotzdem seien die „Einsatzzeiten jeweils durchgehend vorgesehen“; die Arbeiten sind „auch außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeiten“ geplant.

Der Grund für den letzten Schienenersatzverkehr im August waren übrigens „dringende Baumaßnahmen“, wie die Bahn-Sprecherin rückblickend mitteilt.


Von Heinz Wraneschitz
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