Einstimmig hat der Schulverband Gebsattel-Insingen-Neusitz die geplante Erweiterung und Sanierung der Grundschule Gebsattel beschlossen. „Steigende Schülerzahlen machen eine Vergrößerung nötig“, sagte Schulverbandsvorsitzender Peter Köhnlechner in der Sitzung.
Architekt Michael Ruppert vom Architekturbüro Jechnerer aus Herrieden erläuterte noch einmal die zur Diskussion stehenden Varianten: eine eingeschossige oder zweigeschossige Bauweise. „Die Regierung von Mittelfranken möchte jetzt sehr zeitnah wissen, wie die Beschluss- beziehungsweise die Faktenlage ist.“
Außerdem sei für die schulaufsichtliche Genehmigung die Erweiterung in Verbindung mit den erforderlichen Umbaumaßnahmen zu erfassen. Für den Förderantrag sei nun der Beschluss zu fassen, „ob wir mit der Variante der eingeschossigen Bauweise weiterarbeiten können“.
Dafür hatten sich in den vergangenen Wochen die Gemeinderäte von Gebsattel, Insingen und Neusitz bereits mehrheitlich entschieden. Damit verbunden sei allerdings die Forderung, dass eine zukünftige Erweiterung zu berücksichtigen ist. Architekt Ruppert meinte: „Wenn die Fertigstellungsfrist 31. Dezember 2027 bleibt, müssen wir jetzt Vollgas geben.“
Der Vertrag für den offenen Ganztag an der Grundschule mit der Arche GmbH wurde von Reinhard Sperber, Geschäftsführer der VG Rothenburg, geprüft. Den vorgelegten Vertragstext nahm der Schulverband mit einigen Ergänzungen vom Schulverband einstimmig an.
Rektorin Ulrike Gerlinger bedankte sich in ihrem Bericht zunächst für den erreichten Konsens im Blick auf den Umbau beziehungsweise die Sanierung des Schulgebäudes. Sie gab bekannt, dass derzeit rund 220 Kinder die Grundschule in Gebsattel besuchten. 63 neue Erstklässler seien auf drei Eingangsklassen verteilt. Somit gebe es in diesem Schuljahr und voraussichtlich auch 2025 insgesamt zehn Klassen. Durchschnittlich betrage die Klassenstärke zwischen 19 und 25 Kindern.
Zur akuten Raumnot sagte die Schulleiterin: „Wir sind randvoll, alle Zimmer sind belegt. Wir haben kein Zimmer mehr frei.“ Möglicherweise müsse der Fachunterricht sogar in Räumlichkeiten außerhalb des Schulgebäudes ausgelagert werden. Drei Personen leisten ihr zufolge den Bundesfreiwilligendienst an der Schule, außerdem gebe es eine weitere Personalaufstockung um zwei Personen. „Der offene Ganztag in Neusitz ist gut angelaufen“, berichtete sie.
Dort gebe es vier Arbeitsgemeinschaften, die von allen Kindern mittwochs und donnerstags durchlaufen würden: Theater, Reise um die Welt, Ernährung und eine Kreativ-AG. Am Dienstag und Donnerstag gebe es für die Kinder Freispielzeit.
Bei den Bekanntgaben informierte Ulrike Gerlinger, dass für den offenen Ganztag noch verschiedene Anschaffungen anstehen. Auch habe es in der ersten Schulwoche Probleme mit den Schulbussen gegeben. „Manche Busse kamen gar nicht und mangels deutscher Sprachkenntnisse habe es auch hin und wieder Verständigungsschwierigkeiten gegeben.“
Die Busunternehmen seien jedoch sehr bemüht und „wir gehen davon aus, dass es in Zukunft besser klappt“, so die Rektorin. Sorgen würde ihr auch die deutliche Zunahme der „Elterntaxis“ bereiten. Dadurch könnten durchaus gefährliche Situationen für die Kinder entstehen.
Im Laufe des Schuljahres sei eine Reihe von interessanten Angeboten geplant. So habe die Schule zum Beispiel bei der Aktion „Spielen macht Schule“ eine Eisenbahnwerkstatt gewonnen. In Verbindung mit dem bundesweiten Vorlesetag habe der Rotary-Club der Schule ein Leseprojekt ermöglicht. Großer Beliebtheit würde sich auch das Schulsportfest in Insingen erfreuen.
Zu den vielen positiven Nachrichten aus dem Schulalltag meinte Schulverbandsvorsitzender Peter Köhnlechner in der Sitzung: „Es ist echt spannend, was an unserer Schule alles los ist.“