Kinder in Uganda sollen davon profitieren, wenn am Freitag vor dem Leutershäuser Altstadtfest wieder Hunderte Radler kräftig in die Pedale treten beim Altstadtrennen des CVJM. Der Erlös – die Veranstalter rechnen mit rund 15.000 Euro – wird der Initiative Kampala Kids mit Sitz in Claffheim zugute kommen.
Ins zwölfte Jahr geht heuer das im Jahr 2000 ins Leben gerufene Rennen, das alle zwei Jahre den Auftakt zum Altstadtfest bildet. Insgesamt wurden damit bislang rund 144.000 Euro gesammelt – Geld, das den Initiatoren zufolge in diverse Missionsprojekte geflossen ist. Straßenkinder auf den Philippinen wurden beispielsweise gefördert, Initiativen im Sudan oder in Rumänien. „Wir wollen Projekte unterstützen, die anderen Hoffnung geben“ – das ist das Credo der Veranstalter.
Diesmal hat sich der CVJM für den Verein Kampala Kids entschieden, der in einer strukturschwachen Region in Uganda eine Schule mit Spenden finanziert. Federführend organisiert wird der Benefiz-Wettbewerb, bei dem am Renntag über 100 freiwillige Helfer im Einsatz sein werden, von Jonathan Loos, Simon Bauer, Michael Schmidt und Philipp Schmitt. Hauptsponsor ist heuer zum zweiten Mal die Gebäudetechnik-Firma Bächner. Deren Chefs, Doris und Matthias Naser, haben das Kampala-Projekt mit ihrem Sohn David selbst schon besucht und unterstützt.
Los geht das Spektakel, dessen „Epizentrum“ die Wechselzone am Kirchweihplatz ist, am 26. Juli um 17.30 Uhr mit einem Novum: Premiere hat heuer ein Laufradrennen für die Jüngsten, Jahrgang 2020 bis 2023.
Nach Jugendcup, Sponsorenrunde und Inlinercup erfolgt um 20 Uhr der Start zum Hauptlauf, für den sich bereits 40 Teams gemeldet haben. Die Veranstalter rechnen mit bis zu vier Dutzend Mannschaften mit je sieben Teilnehmern, von denen jeder 15 Minuten radeln muss. Jedes Team zahlt 350 Euro Startgebühr, mit T-Shirts sind es 450 Euro.
Zum Abschluss gibt es um 22 Uhr einen Elitelauf, an dem unter anderem Florian Bremm, deutscher Meister über 5000 Meter, an den Start auf den 500-Meter-Rundkurs (Frauen: 450 Meter) gehen wird. Nach jeder Runde scheidet der letzte Läufer oder die letzte Läuferin aus.
„Bildung schafft die Basis für eine gesicherte Zukunft“: Das ist die Überzeugung der Initiatoren des Projektes Kampala Kids mit Sitz im Ansbacher Stadtteil Claffheim. 2022 hat der Verein mitten im Busch in Uganda, einem der ärmsten Länder der Welt, zwei Hektar Land gekauft. Inzwischen wurde dort von Hand ein 30 Meter tiefer Brunnen gegraben, eine Vorschule ist in Betrieb, eine Grundschule und ein Internat für blinde Kinder sind geplant. Etwa 100.000 Euro sind seit dem Start vor drei Jahren in das Projekt geflossen, berichten Vorsitzender Stefan Heidingsfelder und sein Stellvertreter Michael Lechner.