Vorerst kein großer Kirchweihfestzug mehr in Ansbach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 17.03.2023 19:18

Vorerst kein großer Kirchweihfestzug mehr in Ansbach

2016 waren auch die Fahnenschwinger aus Fermo bei dem Festumzug vertreten. (Foto: Andrea Walke)
2016 waren auch die Fahnenschwinger aus Fermo bei dem Festumzug vertreten. (Foto: Andrea Walke)
2016 waren auch die Fahnenschwinger aus Fermo bei dem Festumzug vertreten. (Foto: Andrea Walke)

Für viele Vereine, Brauchtumsgruppen und Stammtische ist es eine schlechte Nachricht: Der Große Festumzug, der bis 2016 alle vier Jahre zur Kirchweih durch Ansbachs Straßen gezogen war, ist auf Eis gelegt. Noch nicht endgültig, aber bis auf Weiteres.

Den Antrag, dieses Vorhaben als Empfehlung dem Stadtrat vorzulegen, stellte Nadja Wilhelm im Schul- und Kulturausschuss. Die städtische Referentin für Kultur und Tourismus begründete diesen Schritt mit Arbeitsüberlastung in ihrem Bereich. „Wir sind am Maximum“, erklärte Wilhelm. So soll der Zug ausgesetzt werden, „bis die personellen Kapazitäten aufgestockt sind“ oder andere Events mit ähnlich großem Aufwand wegfielen.

Die letzte Auflage hatten 12.000 Menschen verfolgt

Letztmals war der Zug 2016 durch die Ansbacher Innenstadt gezogen. Die Aufmerksamkeit war damals groß: 12.000 Menschen verfolgten den aus 87 verschiedenen Gruppen bestehenden Tross, in dem auch die Mitglieder der Cavalcata dell’Assunta aus Fermo mit ihrer Fahnenschwungkunst begeisterten.

Renate Weinmann aus Wilhelms Ressort, die die Veranstaltung in der Vergangenheit federführend organisiert hatte, führte noch drei weitere Argumente auf, die gegen eine Fortsetzung der Tradition sprächen: So sei der Festumzug mit 50.000 Euro Budget ein nicht ganz billiges Vergnügen, Übernachtungen angereister Gruppen seien immer schwerer zu organisieren und die gestiegenen Sicherheitsanforderungen bei Großveranstaltungen erhöhten den Aufwand zusätzlich.

„So ein Umzug ist aus der Zeit gefallen, das brauchen wir nicht“, meinte Stadtrat Siegfried Blank von den Freien Wählern/Die Ansbacher, während ÖDP-Stadtrat Friedmann Seiler dafür plädierte, „2025 dem Kulturbereich mehr Geld“ zur Verfügung zu stellen.

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Florian Pöhlmann
Florian Pöhlmann
Nach der journalistischen Grundausbildung beim Fernsehen rief 1999 die große weite Welt des Sports, die ich in Nürnberg in nahezu allen Facetten kennenlernen und in verantwortlicher Position gestalten durfte. Erst der verlockende Ruf aus Ansbach und die Aussicht, im fortgeschrittenen Alter Neues zu wagen, sorgten ab 2021 für einen Neustart in der Lokalredaktion.
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