Vorbereitungen für Schwertransport: Windrad-Flügel durchqueren Dinkelsbühl | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.01.2026 18:01

Vorbereitungen für Schwertransport: Windrad-Flügel durchqueren Dinkelsbühl

Der Kreisverkehr an der B25 beim Dinkelsbühler Stadtteil Neustädtlein wurde für den Schwertransport umgebaut. (Foto: Martina Haas)
Der Kreisverkehr an der B25 beim Dinkelsbühler Stadtteil Neustädtlein wurde für den Schwertransport umgebaut. (Foto: Martina Haas)
Der Kreisverkehr an der B25 beim Dinkelsbühler Stadtteil Neustädtlein wurde für den Schwertransport umgebaut. (Foto: Martina Haas)

Am späten Donnerstagabend wird Dinkelsbühl zum Nadelöhr für einen Schwertransport. Dann wird die Lieferung der Flügel für eines der beiden neuen Windräder bei Frankenhofen (Gemeinde Weiltingen) erwartet. Damit die Fahrzeuge vor allem die Kreisverkehre möglichst problemlos passieren können, wurden auch bauliche Veränderungen vorgenommen.

Die Dinkelsbühler Polizei erwartet keine größeren Verkehrsbehinderungen, wie ein Sprecher der Inspektion auf FLZ-Nachfrage mitteilte. Die Strecke, die der Konvoi nimmt, sei entsprechend vorbereitet worden. So wurde beispielsweise an den B25-Kreisverkehren im Norden und Süden Dinkelsbühls die Begrünungen im Zentrum soweit beseitigt und die Flächen mit Stahlplatten befestigt, dass die Laster ungehindert durchfahren können.

An der Binninger-Kreuzung bei Wilburgstetten wurden laut Polizei einige Bäume entfernt. Wie der Sprecher aber betonte, würden alle Anlagen und Veränderungen nach dem Transport wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Dafür fahre ein Wiederinstandsetzungstrupp im Konvoi mit. Für die drei Flügel sind drei Schwertransporter nötig.

Spezielle Begleitfahrzeuge

Der Schwertransport kommt von der Anschlussstelle der A7 bei Dinkelsbühl/Fichtenau, fährt dann in Richtung Dinkelsbühl und biegt am Kreisverkehr im Norden auf die B25 ein. Nach der Ortsdurchfahrt mit dem Nadelöhr am Kreisverkehr Brühl geht es über den Kreisverkehr bei Neustädtlein weiter bis Wilburgstetten, wo der Konvoi nach links in Richtung Weiltingen abbiegt. Auf einem Betonweg außerhalb der Ortschaft stoppt der Transport, um den Rest der Strecke bis Frankenhofen am Freitag bei Tageslicht zurückzulegen.

Für notwendige Streckensperrungen sei nicht die Polizei zuständig. Dafür gibt es spezielle Begleitfahrzeuge. Im Falle des Windradtransports fährt ein schwefelgelbes BF4-Begleitfahrzeug mit, das über eine Wechselverkehrszeichenanlage verfügt, die elf Verkehrszeichen nach vorn, nach hinten und zur Seite anzeigen kann.

BF4-Fahrzeuge können entsprechend der verkehrsrechtlichen Anordnung beim Absichern eines Transportes nach vorn in einigen Situationen die Polizei ersetzen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn in Standardsituationen der Gegenverkehr gesperrt wird. Dabei sind die Fahrzeugführer lediglich Verwaltungshelfer. Ein Eingreifen in den Verkehr über die verkehrsrechtliche Anordnung hinaus ist nicht erlaubt.

Zwar werde es sicherlich zu temporären Sperrungen für andere Verkehrsteilnehmer kommen, aber mit weitreichenden Behinderungen rechnet der Sprecher nicht.

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