Vom Systemgastronom zum Schulleiter: Er ist der Neue am SBS Rothenburg-Dinkelsbühl | FLZ.de

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Veröffentlicht am 20.03.2026 20:00

Vom Systemgastronom zum Schulleiter: Er ist der Neue am SBS Rothenburg-Dinkelsbühl

Die Regierungspräsidentin Dr. Engelhardt-Blum dankte Michael Steigmann, dass er bereit ist, die Verantwortung in seiner neuen Rolle als Schulleiter zu übernehmen. (Foto: Margit Schwandt)
Die Regierungspräsidentin Dr. Engelhardt-Blum dankte Michael Steigmann, dass er bereit ist, die Verantwortung in seiner neuen Rolle als Schulleiter zu übernehmen. (Foto: Margit Schwandt)
Die Regierungspräsidentin Dr. Engelhardt-Blum dankte Michael Steigmann, dass er bereit ist, die Verantwortung in seiner neuen Rolle als Schulleiter zu übernehmen. (Foto: Margit Schwandt)

Das Staatliche Berufliche Schulzentrum (SBS) Rothenburg-Dinkelsbühl mit der Außenstelle in Bechhofen hat einen neuen Schulleiter. Michael Steigmann wurde im Gastronomischen Bildungszentrum durch die Regierungspräsidentin, Dr. Kerstin Engelhardt-Blum, offiziell in sein neues Amt eingeführt.

Die Berufsschule in Rothenburg sei ein stolzer Teil der Schullandschaft im Landkreis Ansbach und in der Stadt Rothenburg, sagte Landrat Dr. Jürgen Ludwig bei der Amtseinführung. 1600 Schülerinnen und Schüler besuchen aktuell jährlich das SBS. Rund zwei Millionen Euro wendet der Landkreis jährlich für den Unterhalt der Schulen auf. Zudem sei das SBS digital gut aufgestellt. Der Schulleiter, Michael Steigmann, müsse viele Aufgaben bewältigen, so Ludwig.

Für die Regierungspräsidentin Kerstin Engelhardt-Blum war es die erste Amtseinführung eines neuen Schulleiters. Sie betonte, das SBS sei mehr, als nur ein Ort der Wissensvermittlung, es sei ein Knotenpunkt zwischen Schule und Wirtschaft. Das berufliche Schulwesen mit seinen Lehrkräften nehme eine Schlüsselfunktion ein und stelle sich der Heterogenität und den unterschiedlichen Bildungsbiografien der Schülerinnen und Schüler.

Vielseitiger Bildungsweg

Der Bildungsweg von Michael Steigmann sei eng mit dem SBS verknüpft: Er hat laut Engelhardt-Blum dort zunächst die Berufsschule während seiner Ausbildung zum Systemgastronomen besucht, anschließend an der TU München Lehramt für berufliche Schulen mit den Fächern Ernährungswissenschaften und Sozialkunde studiert und ist dann als Referendar nach Rothenburg gekommen.

Steigmann blieb als Studienrat am SBS, wurde Fachmitarbeiter an der Regierung, war als Seminarlehrer tätig und schließlich stellvertretender Schulleiter. Er habe es von Anfang an verstanden, Theorie und Praxis zu verbinden, so Engelhardt-Blum. Er sei strukturiert und sehr klar, könne zuhören, besitze Organisationsgeschick und Innovationsfreude. Engelhardt-Blum dankte dem neuen Schulleiter, dass er bereit sei, Verantwortung zu übernehmen, und wünschte ihm stets eine glückliche Hand, kluge Entscheidungen und gute Partner an seiner Seite, um den Wandel zu gestalten.

Die Stationen Steigmanns vom Systemgastronomen zum Schulleiter hatte der Kollege Jörg Kolbinger in einen Liedtext gepackt und locker-launig mit seinem Lehrkräftemusikensemble präsentiert. Hier knüpfte die Gesamtpersonalratsvorsitzende des SBS, Karin Franz, an. Michael Steigmann sei in die Schule hineingewachsen und kenne sie in allen Facetten. Er sei stets bereit, Schülerinnen und Schüler zu fördern, arbeite immer lösungsorientiert und könne zuhören.

Eine neue schulische Reise

Um den „Dampfer“ SBS steuern zu können und auf Kurs zu halten, überreichte ihm die Gesamtpersonalratsvorsitzende einen Kompass. Doch ohne die Mannschaft könne der „Dampfer“ nicht manövriert werden. Im Kollegium habe es viel Zustimmung gegeben, als bekannt wurde, dass Michael Steigmann der neue Schulleiter wird. Symbolisch überreichte Franz einen Elefanten: Der Dickhäuter stehe für Weisheit und Stärke, gelte als sensibel und klug agierend.

Sichtlich gerührt trat Michael Steigmann selbst ans Rednerpult. Jede Reise beginne mit einem ersten Schritt. Als er diesen vor 20 Jahren als Referendar in die Schule und dann als Lehrkraft ins SBS gemacht habe, sei für ihn die „schulische Reise“ in dieser Form nicht absehbar gewesen. Viele Reisebegleitende gebe es, alle seien wichtig.

Amtseinführung mit hoher Beteiligung

Um einen reibungslosen Reiseablauf kümmern sich etwa die Verwaltungsangestellten in den Sekretariaten. Die Regierung sorge dafür, dass immer wieder neue Reisebegleiterinnen und Reisebegleiter den Weg als Lehrkräfte in die Schule finden. Dank des Sachaufwandsträgers, des Landkreises Ansbach, könne so manches Wunschreiseziel zügig erreicht werden. Für die Schülerinnen und Schüler, die sich jedes Jahr von Neuem auf eine Schulreise begeben, seien die Lehrkräfte die Begleiterinnen und Begleiter, die selbst wiederum Unterstützung erfahren. Selbst wenn manchmal ein Umweg erforderlich sei, dürfe man das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Steigmann appellierte, auch mal eine Extrameile zu gehen, dabei könne man viel erreichen.

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