Das geplante Projekt des Generationenwohnens in Wilburgstetten ist auf den Weg gebracht. Der Gemeinderat gab grünes Licht für das Vorhaben. Befürwortet wurde auch der Bau von vier Windkraftanlagen.
Die finale Planung für das Projekt „Spirea – Generationenwohnen mit Tagespflege in Wilburgstetten“ wurde vor Einreichung des ersten Bauantrags durch die Firma Ströbel aus Rothenburg vorgestellt. Für die beiden geplanten Mehrfamilienhäuser, die auf dem Gelände des früheren Kindergartens in der Bahnhofstraße entstehen sollen, werden zwei getrennte Bauanträge eingereicht. Nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats kann nunmehr der erste Bauabschnitt für Haus 1 mit Tagespflege im Erdgeschoss beantragt werden. Dort sollen eine Wohngruppe für vier bis sechs Bewohner, elf Ein-Zimmer-Apartments, neun Zwei-Zimmer-Wohnungen und fünf Drei-Zimmer-Wohnungen auf drei Vollgeschossen untergebracht werden.
Falls neben den 25 Wohneinheiten kein Bedarf an einer „Senioren-WG“ bestehen sollte, könnte der Raum für weitere Apartments genutzt werden, so die Seniorchefin Hildegard Ströbel. Drei Wohnungen werden explizit als rollstuhlgerecht ausgewiesen, aber auch sonst gelte die Barrierefreiheit als Voraussetzung. Geschäftsführer Christian Ströbel verwies auf mehrere Beispiele von in Planung oder im Bau befindlichen beziehungsweise fertiggestellten Anlagen in der Umgebung.
Das Haus 2 werde zu einem späteren Zeitpunkt beantragt, hieß es. Dort sind 22 Wohneinheiten in der Planung. Nach der jetzt schon terminierten zweiten Informationsveranstaltung am 4. März 2026 sei dann der Verkauf von Wohneinheiten möglich. Bereits im Februar würden die Pläne an Interessenten herausgegeben.
Die Firmenvertreter ergänzten, dass auch junge Leute einziehen könnten. „Wir wollen eine gesunde Mischung.“ Wichtig werde die bedarfsgerechte Planung und der wie bisher gute Draht zum künftigen Betreiber sein.
Bürgermeister Michael Sommer gab den Sachstand bezüglich der Bürgerwindkraft Wilburgstetten I bekannt. Die Zusammenarbeit soll mit der Energie Baden-Württemberg Ostwürttemberg Donau-Ries (EnBW ODR) erfolgen. „Wir wollen, dass Windkraftanlagen unter Beteiligung der Bürgerschaft entstehen“, so der Rathauschef.
Ein Bebauungsplan steuere die Errichtung von Windkraftanlagen innerhalb des geplanten Vorranggebiets. Alle benötigten Flächen konnten über Pachtverträge mit den Grundstücksbesitzern gesichert werden. Um die gemeinsame Energie-Zukunft zu gestalten, sei der Antrag auf den Bau von vier Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe von 179 Meter im südlichen Wilburgstettener Gemeindegebiet zwischen den Ortsteilen Rühlingstetten, Gramstetterhof und Burgstallhof beim Landratsamt Ansbach eingereicht worden.
Hinsichtlich verschiedener Gutachten müsse der Antrag noch ergänzt werden. Durch die Gewerbesteuer bleibe die Wertschöpfung in der Gemeinde. Die Genossenschaft biete eine niedrige Euro-Einstiegsgrenze, ein geringes Anlagerisiko und eine attraktive Dividende, betonte Sommer. Bei idealem Fortgang sei der Bau 2028 und die Inbetriebnahme des Windparks im Jahr 2029 vorgesehen. Am 4. Februar 2026 werden die Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürgerschaft bei einer Informationsveranstaltung erläutert.
Der Bebauungsplan Sondergebiet „Bürgerwindkraft Wilburgstetten II“ mit einem Geltungsbereich von zwölf Hektar am nordöstlichen Rand des Gemeindegebiets wurde samt Änderung des Flächennutzungsplans ebenfalls beschlossen. Eine Veränderungssperre dient zur Sicherung der Planung dieses in Aufstellung befindlichen Bebauungsplans.