Unfall mit Güterzug bei Heglau: Polizei sucht geflohenen Motorradfahrer | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.06.2026 13:57

Unfall mit Güterzug bei Heglau: Polizei sucht geflohenen Motorradfahrer

Der Lokführer brachte den Güterzug schnell zum Stehen. Ob ein Motorradfahrer verletzt wurde, ist unklar. (Foto: NEWS5 / Markus Zahn)
Der Lokführer brachte den Güterzug schnell zum Stehen. Ob ein Motorradfahrer verletzt wurde, ist unklar. (Foto: NEWS5 / Markus Zahn)
Der Lokführer brachte den Güterzug schnell zum Stehen. Ob ein Motorradfahrer verletzt wurde, ist unklar. (Foto: NEWS5 / Markus Zahn)

Am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr verhinderte der Lokführer mit einer Schnellbremsung Schlimmeres. Der Motorradfahrer stürzte, rappelte sich auf und verschwand.

Nach den Angaben der Bahnpolizei kam es am Mittwochabend gegen 19.25 Uhr an einem beschrankten Bahnübergang mit Lichtzeichenanlage im Landkreis Ansbach möglicherweise zu einer Kollision zwischen einem Güterzug und einem Motorrad.

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein Güterzug die Strecke von Ansbach in Richtung Gunzenhausen. Der 24-jährige Lokführer nahm bei Heglau, einem Stadtteil von Merkendorf, im Bereich des Bahnübergangs ein mit hoher Geschwindigkeit herannahendes Motorrad wahr. Er gab einen Pfiff ab und leitete eine Schnellbremsung ein. „Nach aktuellem Stand ist nicht auszuschließen, dass das Motorrad vom Zug touchiert wurde”, erklärte die Bahnpolizei. Denn Fahrzeug und Fahrer stürzten.

Suchaktion ohne Erfolg

Nachdem der Zug zum Stillstand gekommen war, beobachtete der Lokführer bei einem Blick zurück, wie der Motorradfahrer aufstand, sein Fahrzeug aufrichtete und anschließend unerkannt vom Unfallort floh.

Trotz einer großräumigen Absuche, unter anderem unter Einsatz eines ADAC-Rettungshubschraubers, ließ sich der Motorradfahrer bislang nicht finden. Am Güterzug entstanden nach derzeitigen Erkenntnissen keine Schäden.

Der Lokführer erlitt einen Schock und wurde abgelöst sowie zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Im Einsatz waren Kräfte der Landespolizei, ein Notfallmanager der Deutschen Bahn, ein Rettungswagen, ein ADAC-Rettungshubschrauber sowie Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Nürnberg.

Die Bahnstrecke war infolge des Unfalls mehr als zwei Stunden vollständig gesperrt, wodurch es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr kam.

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