Um den Aufstieg: Wer in der 2. Liga die besten Chancen hat | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.04.2026 07:52

Um den Aufstieg: Wer in der 2. Liga die besten Chancen hat

Der FC Schalke 04 ist Tabellenführer und damit der große Aufstiegsfavorit. (Archivbild) (Foto: Bernd Thissen/dpa)
Der FC Schalke 04 ist Tabellenführer und damit der große Aufstiegsfavorit. (Archivbild) (Foto: Bernd Thissen/dpa)
Der FC Schalke 04 ist Tabellenführer und damit der große Aufstiegsfavorit. (Archivbild) (Foto: Bernd Thissen/dpa)

Das Rennen um den Bundesliga-Aufstieg geht in die entscheidende Phase. Zwischen Tabellenführer FC Schalke 04 und Hannover 96 auf Platz fünf liegen in der 2. Fußball-Bundesliga gerade einmal fünf Punkte. Auch Hertha BSC auf Rang sechs kann sich noch Hoffnungen machen. An diesem Wochenende stehen sich in zwei Partien direkte Konkurrenten gegenüber. Am Samstag trifft Darmstadt 98 auf Hannover (20.30 Uhr/Nitro und Sky). Die SV Elversberg empfängt tags darauf Schalke (13.30 Uhr/Sky). Wie stehen die Aufstiegschancen?

FC Schalke 04

Was für den Aufstieg spricht:

Neben dem aktuellen Tabellenstand sprechen Konstanz und die Stabilität in der Abwehr für Schalke. Der Revierclub hat seit Ende Januar nicht mehr verloren. Keine Mannschaft in der zweiten Liga kassierte zudem weniger Gegentore als die Gelsenkirchener. Vor allem zu Hause ist Schalke eine Macht. Die Veltins Arena mit mehr als 60.000 Fans ist eine fast uneinnehmbare Festung.

Was dagegen spricht:

Die Ausfälle. Zuletzt fehlten in Ausnahmestürmer Edin Dzeko und Abwehrspieler Nikola Katic bereits zentrale Säulen. Beide könnten noch länger ausfallen. In Elversberg muss Trainer Miron Muslic zudem auf seinen Kapitän Kenan Karaman und Abwehrspieler Mertcan Ayhan verzichten (beide gesperrt). Und bei aller Stabilität: In puncto Torgefahr ist bei Schalke viel Luft nach oben.

SC Paderborn

Was für den Aufstieg spricht:

Hält Paderborn den aktuellen Punkteschnitt von 1,93 pro Spiel bis zum Saisonende, stehen die Chancen auf den dritten Bundesliga-Aufstieg nach 2014 und 2019 gut - auch angesichts des Restprogramms mit vier Spielen gegen alle direkten Konkurrenten. Mit 16 Siegen hat das Team von Ralf Kettmann zudem schon einen Dreier mehr geholt als in der Vorsaison, als die Mannschaft als Tabellenvierter schlussendlich leer ausging.

Was dagegen spricht:

Das Restprogramm bietet Paderborn große Chancen, birgt aber natürlich auch Gefahren. Schließlich könnten die Gegner leichter sein als Hannover, Schalke, Elversberg und Darmstadt. Die Ostwestfalen sind auf jeden Fall gewarnt: In der Hinserie gingen drei dieser Partien - gegen Hannover und Elversberg sowie auf Schalke - verloren.

SV Elversberg

Was für den Aufstieg spricht:

Der Außenseiter, im vergangenen Jahr erst in der Aufstiegs-Relegation am 1. FC Heidenheim gescheitert, hat erneut einen Umbruch glänzend bewältigt. Der Abgang von Macher Ole Book zu Borussia Dortmund könnte sich erst perspektivisch bemerkbar machen. Am Standort im Saarland hat die SVE zudem die nötige Ruhe im Umfeld.

Was dagegen spricht:

Einen herausragenden Torjäger wie Fisnik Asllani hat Elversberg nicht mehr. Lukas Petkov (10 Treffer) hat den im Winter nach Frankfurt abgewanderten Younes Ebnoutalib (12) noch nicht eingeholt. Aber die Mannschaft ist spielstark und Trainer Vincent Wagner überzeugt in jeder Hinsicht.

SV Darmstadt 98

Was für den Aufstieg spricht:

Die Offensive. Der Angriff ist das Prunkstück der Darmstädter. 50 Tore erzielte die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt bislang und damit so viele wie kein anderer Zweitligist. Besonders Isac Lidberg und Fraser Hornby, der nach wochenlanger Verletzungspause in der Rückrunde für den Saisonendspurt wieder fit ist, stechen hervor. Zusammen kommt das Duo auf 33 Scorerpunkte.

Was dagegen spricht: 

Die eklatante Auswärtsschwäche der Lilien. Den bis dato letzten Sieg in der Fremde bejubelte der SVD am 8. November 2025 beim 3:2 gegen Hannover. Am Samstag kommt es im Topspiel zum Wiedersehen der beiden Clubs in Darmstadt. Darüber hinaus spielen die Südhessen einfach zu häufig unentschieden. Zwar kassierten die Lilien in dieser Zweitliga-Saison erst vier Niederlagen, allerdings gab es auch schon elf Remis. So häufig spielte keine andere Mannschaft unentschieden.

Hannover 96

Was für den Aufstieg spricht: 

Die individuelle Qualität. Viele sagen: Hannover hat den stärksten Kader der Liga. Der überraschende Abschied von Kurzzeit-Rückkehrer Jörg Schmadtke ist zudem mehr Chance als Ballast. Trainer (Christian Titz) und Sportchef (Ralf Becker) sind jetzt wieder auf einer Linie.

Was dagegen spricht: 

Die vielen unnötigen Punktverluste. Hannover macht zu wenig aus seinen Möglichkeiten. Auch beim jüngsten 1:1 gegen Elversberg ließ das Team viele Chancen liegen. Der Erwartungsdruck ist an dem langjährigen Erstliga-Standort auch deutlich größer als in Darmstadt oder Paderborn.

Hertha BSC

Was für den Aufstieg spricht:

Die Mannschaft hat zur Konstanz wiedergefunden und spielt effektiv. Im Vergleich zu früher übernehmen mehrere Profis Verantwortung, sodass Kapitän Fabian Reese nicht den Alleinunterhalter spielen muss. Bis auf das Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Kaiserslautern hat der aktuelle Tabellensechste ein scheinbar leichteres Restprogramm mit den Abstiegskandidaten Braunschweig, Magdeburg und Bielefeld (auswärts) sowie Kiel und Fürth (daheim).

Was dagegen spricht:

Die Berliner haben fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz sowie sieben Zähler auf den ersten Aufstiegsrang. In der Hinrunde folgten fünf Ligaerfolgen in Serie drei Rückschläge zum Jahresabschluss gegen Magdeburg, Fürth und Bielefeld mit nur zwei Punkten. Dadurch war der Abstand zu den Aufstiegsplätzen weiter angewachsen.

© dpa-infocom, dpa:260409-930-921714/1


Von dpa
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