Wolfsburg-Coach Hecking ärgert sich über Großkreutz-Häme | FLZ.de

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 08.04.2026 12:20

Wolfsburg-Coach Hecking ärgert sich über Großkreutz-Häme

Wolfsburg Trainer Dieter Hecking fand Aussagen von Kevin Großkreutz zum VfL „despektierlich“. (Archivbild) (Foto: Fabian Strauch/dpa)
Wolfsburg Trainer Dieter Hecking fand Aussagen von Kevin Großkreutz zum VfL „despektierlich“. (Archivbild) (Foto: Fabian Strauch/dpa)
Wolfsburg Trainer Dieter Hecking fand Aussagen von Kevin Großkreutz zum VfL „despektierlich“. (Archivbild) (Foto: Fabian Strauch/dpa)

Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking hat mit Unverständnis auf die Abstiegswünsche des ehemaligen Fußball-Nationalspielers Kevin Großkreutz reagiert. „Ich empfehle, dass man vor seiner eigenen Tür kehrt. Diese Aussagen sind despektierlich, weil es sehr einfach ist, von außen draufzuhauen“, sagte der 61 Jahre alte Trainer der abstiegsbedrohten Niedersachsen der „Sport Bild“. 

„Wenn ein Verein knapp 30 Jahre in der Bundesliga spielt, hat er jede sportliche Berechtigung, dort zu bleiben. Dass Werksvereine bei einigen Fans kritischer gesehen werden, akzeptiere ich. Aber es gibt auch in Wolfsburg viel Leidenschaft und Herzblut und etliche Fans, die um die Bundesliga kämpfen.“

Großkreutz: „Wünsche mir, dass die absteigen“

Der frühere BVB-Profi Großkreutz, der 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft den Weltmeistertitel geholt hatte, hat im Podcast „Viertelstunde Fußball“ zuletzt gesagt: „Ich rede ja immer vom Herzen. Ich will, ich wünsche mir, dass die absteigen! Und fertig.“ Er sagte zudem sarkastisch: „Eigentlich dürfen sie nicht absteigen, Stadion immer voll, geile Stimmung.“

Die Wolfsburger werden wegen ihrer Stellung als hundertprozentige Tochter des VW-Konzerns und auch wegen der häufig nicht ausgelasteten Volkswagen-Arena von vielen Fans kritisch gesehen. Aktuell steht der Club auf dem 17. Tabellenrang und ist stark abstiegsbedroht. Der Abstand auf den Relegationsrang beträgt sechs Spiele vor Saisonende vier Punkte. 

Heckings Vorgänger Daniel Bauer hatte gesagt, dass die Atmosphäre und Kultur bei den Wolfsburgern nicht bundesligatauglich seien. „Ich finde: Solche Aussagen sollte man intern halten“, meinte Hecking dazu. Dennoch schob er hinterher, dass es in einer solchen Situation kein „Weiter so“ geben dürfe. „Mir fehlt zum Beispiel die Klarheit, wofür der Verein stehen möchte. Das muss deutlicher herausgearbeitet werden. Denn es ist ja beileibe nicht alles schlecht“, sagte er.

© dpa-infocom, dpa:260408-930-918665/1


Von dpa
north