Pokalauslosung 1860 München, Jahn Regensburg, FC Ingolstadt oder die SpVgg Unterhaching? Wenn am Freitag, 21. Juli, die Paarungen für den bayerischen Pokalwettbewerb ausgelost werden, hat auch der TuS Feuchtwangen wieder die Chance auf einen attraktiven Gegner. Aber will man den überhaupt? So ganz sicher ist man sich beim TuS nicht.
„Aus wirtschaftlicher Sicht müsste man natürlich wieder 1860 München wählen, vom damit verbundenen Aufwand her gesehen aber eigentlich nicht“, sagt TuS-Abteilungsleiter Wolfgang Guttropf.
Das Problem ist die kurze Vorbereitungszeit. „In nur eineinhalb Wochen so ein großes Spiel zu organisieren, ist für einen Verein wie unseren fast nicht machbar“, sagt Guttropf. Am 1. oder 2. August soll die erste Runde gespielt werden.
Vergangene Saison hatten die Feuchtwanger Glück bei der Auslosung und wählten für die erste Runde die SpVgg Unterhaching. Nachdem man die Truppe von Sandro Wagner im Elfmeterschießen rausgekegelt hatte, schnappte man sich den TSV 1860 München.
Die Löwen lockten über 3000 Zuschauer ins Heinz-Seidel-Stadion und setzten sich mit 8:0 durch. Ein Höhepunkt der Vereinsgeschichte in sportlicher Hinsicht, aber auch in punkto Arbeits- und Organisationsaufwand (Stichwort Sicherheitskonzept).
Gut möglich, dass sich das Problem gar nicht stellt. „Es wäre schon ungewöhnlich, wenn wir zwei Jahre hintereinander so viel Losglück hätten“, findet Guttropf.
Er wird es vor Ort erleben, am Freitagabend in der Spielbank Bad Kötzting, wo aus den 64 Mannschaften 32 Pokalpaarungen gemacht werden. Mit im Topf sind außerdem Bayern- und Landesligisten, die in einer Qualifikation 17 Startplätze ausspielten, sowie alle Regionalligisten.
Der TuS ist einer von 22 Kreispokalsiegern, die sich einen Gegner aussuchen dürfen. Begehrt sind vor allem die eingangs genannten vier bayerischen Drittligisten.
Zunächst gelost wird die Reihenfolge der Kreissieger, übrigens vier Teams aus der Kreisliga sowie 18 Bezirksligisten. Vergangenes Jahr wurde Feuchtwangen bereits als zweiter Kreissieger aus dem Topf gefischt und hatte somit noch (fast) freie Auswahl. Die Löwen hatte sich der Erstgezogene geschnappt.
Stehen die Paarungen mit den Kreissiegern fest, werden die verbliebenen Klubs in regionale Töpfe eingeteilt, aus denen die restlichen Paarungen gezogen werden. Dabei genießt der klassenniedrigere Verein Heimrecht, bei Ligengleichheit der Erstgezogene.
Vergangenes Jahr führte das Los die SpVgg Ansbach zum Bayernligisten ATSV Erlangen. Durch die Niederlage nach Elfmeterschießen war der Pokalwettbewerb für den Regionalliga-Aufsteiger nach der ersten Runde beendet. Unter den erfolgreichen Erlanger Elfmeterschützen war damals Luca Ruiu, den die Ansbacher mittlerweile verpflichtet haben.
Ein Kreisderby gegen die Ansbacher könnte man sich beim TuS grundsätzlich auch ganz gut vorstellen, sollte es mit den Profiteams diesmal nicht klappen.