Im Vorjahr hatte sich der 35-Jährige nach Südamerika abgesetzt. Die Staatsanwaltschaft kritisiert die Freiheiten, die er im Bezirksklinikum in Erlangen wieder genießt. Das Gelände ist offen.
Nach seinem Amoklauf im September 2009 hatte das Landgericht Ansbach den Schüler zu einer Haftstrafe wegen versuchten Mordes, die mit neun Jahren nahe an der Höchststrafe im Jugendrecht von zehn Jahren lag, verurteilt. Weil er psychisch schwer krank war, wurde er zudem in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Seine Behandlung dauert bis heute an.
Wegen deutlicher Fortschritte in den vergangenen Jahren erhielt er aber von den Ärzten zunehmende Lockerungen. Im vergangenen Jahr durfte er die Klinik tageweise verlassen. Das Vertrauen der Ärzte missbrauchte er, um vorzeitig in die Freiheit zurückzukehren. Er besorgte sich bei der Stadt Erlangen einen Reisepass und flog von Zürich aus über Brasilien nach Kolumbien. Dort bekam er ein Touristenvisum, doch die Polizei nahm ihn nach einer Fahndung durch die bayerische Polizei schnell fest.
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