Stuttgarts Hoeneß: Hohe Hürden und ein Geheim-Plan | FLZ.de

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Veröffentlicht am 17.04.2026 14:29

Stuttgarts Hoeneß: Hohe Hürden und ein Geheim-Plan

Hat schwierige Partien vor sich: VfB-Trainer Sebastian Hoeneß. (Archivbild) (Foto: Harry Langer/dpa)
Hat schwierige Partien vor sich: VfB-Trainer Sebastian Hoeneß. (Archivbild) (Foto: Harry Langer/dpa)
Hat schwierige Partien vor sich: VfB-Trainer Sebastian Hoeneß. (Archivbild) (Foto: Harry Langer/dpa)

Spätestens in dieser Woche bekam Sebastian Hoeneß einen Vorgeschmack auf das, was ihn und den VfB Stuttgart in den kommenden Tagen erwartet. Er habe sich für den deutschen Fußball gefreut, sagte der Coach der Schwaben über die Halbfinal-Einzüge des FC Bayern in der Champions League und des SC Freiburg in der Europa League. Er weiß aber auch: Die nächsten Gegner des VfB strotzen nur so vor Selbstvertrauen.

In der Bundesliga würden die Bayern ohnehin „in ihrer eigenen Liga“ spielen, erklärte Hoeneß vor der Partie in München am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN). Vier Tage später bekommt es der VfB im DFB-Pokal-Halbfinale mit den Freiburgern zu tun. Äußerst knifflige Aufgaben warten auf Hoeneß und seine Schwaben.

Mehrere Alternativen für Undav

Er sei gespannt, wie die Bayern auftreten, meinte der 43-Jährige. Letztlich sei es für die eigene Herangehensweise aber auch nicht sonderlich relevant, ob die Münchner personell rotieren. Topspieler stünden so oder so auf dem Platz. Gegen den FC St. Pauli hatten sie auswärts zuletzt auch fleißig gewechselt - und dennoch souverän mit 5:0 gewonnen.

Der Rekordmeister steht wenige Tage nach dem Königsklassen-Spektakel gegen Real Madrid davor, die nächste Schale einzusacken. Für die Stuttgarter geht es um Punkte für einen Champions-League-Start in der neuen Saison.

Verzichten muss Hoeneß gegen die Bayern auf seinen gesperrten Torjäger Deniz Undav. Wer den 29-Jährigen in der Offensive ersetzen wird, wollte der Coach nicht verraten. „Ich lasse mich nicht locken“, sagte er schmunzelnd. Undav hatte beim 4:0 gegen den Hamburger SV am vergangenen Wochenende seine fünfte Gelbe Karte gesehen. Gegen die Münchner könnten für ihn etwa Bilal El Khannouss, Nikolas Nartey oder Tiago Tomás in die Startelf rücken.

Kane glänzt als Joker im Hinspiel

Die Stuttgarter reisen mit schlechten Erinnerungen an die Isar. Ihre ohnehin schon schwache Bilanz gegen den Rekordchampion hat sich in der laufenden Saison noch mal verschlechtert - durch eine 1:2-Niederlage im Supercup und eine 0:5-Abreibung in der Liga. Die Partie Anfang Dezember sei lange offen gewesen, meinte Hoeneß. „Dann wurden bestimmte Spieler eingewechselt.“

Bayerns fleischgewordene Tormaschine Harry Kane kam damals nach einer Stunde von der Bank - und entschied die Partie mit drei Treffern quasi allein. Inzwischen steht der Engländer in dieser Saison schon bei 50 Pflichtspieltoren für die Münchner, die laut Hoeneß „viele Dinge unglaublich gut machen“ und von ihrem Trainer Vincent Kompany „herausragend“ geführt werden.

Auch schon bei Spielern entschuldigt

Dass sein Fokus einzig dem anstehenden Süd-Schlager gilt, machte Hoeneß auch deutlich, als er einmal mehr auf das Verhältnis zwischen VfB-Star Undav und Bundestrainer Julian Nagelsmann angesprochen wurde. Er habe sich sicher auch schon mal bei einem Spieler entschuldigt, erklärte Stuttgarts Coach. „Da fällt einem auch kein Zacken aus der Krone.“ Mehr wollte er nicht sagen.

Undavs Rolle unter Nagelsmann und in der deutschen Nationalmannschaft ist seit Wochen ein beherrschendes Thema. Der Bundestrainer hatte zuletzt berichtet, dass er sich für seine öffentliche Kritik an Undav nach dem Testspiel-Sieg gegen Ghana (2:1) Ende März bei dem Angreifer entschuldigt habe.

Für ihn sei an der Sache längst ein Haken dran, gab Hoeneß zu verstehen. Der Sport steht im Blickpunkt. Da warten hohe Hürden. In der Liga und im Pokal.

© dpa-infocom, dpa:260417-930-958486/1


Von dpa
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