Zwei Siege in Folge haben dem Fußball-Landesligisten TSC Neuendettelsau sehr gutgetan. Im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga ist der Aufsteiger aber noch längst nicht aus dem Schneider. Am Samstag, 18. April, geht es zur SG Quelle Fürth (14 Uhr), die fünfmal in Folge nicht gewinnen konnte.
Trotzdem rechnet TSC-Trainer Dieter Kreiselmeier die Fürther (7. Tabellenplatz/41 Punkte) zu den „spielstärksten Mannschaften der Liga”. Im Hinspiel unterlag Neuendettelsau (13./35) mit 2:3.
Eigentlich könnte der TSC Neuendettelsau mit der Punktausbeute zufrieden sein. In der Rückrundentabelle liegt der Aufsteiger mit einer ausgeglichenen Bilanz und 17 Punkten aus zwölf Spielen im vorderen Mittelfeld der Tabelle. Die Bilanz mit bisher 13 Punkten nach der Winterpause ist ebenfalls erfreulich. Das in diesen acht Spielen erreichte Torverhältnis von 7:7 zeigt jedoch die Stärken und Schwächen der Truppe deutlich auf.
„Während alle im Team in der Defensive geschlossen und taktisch diszipliniert mitarbeiten, fehlt es in der Offensive nicht nur am individuellen Durchsetzungsvermögen. Hier machen sich auch die zahlreichen Ausfälle und Umbesetzungen negativ bemerkbar”, so der Trainer. Zudem hat der TSC eine ausgewiesene Schwäche bei Offensivstandards. „Wir haben es oft trainiert, Einlaufverhalten und mögliche Varianten angesprochen und auch verschiedene Schützen eingeteilt. Allein es kommt so gut wie nichts dabei rum. Das ist mir mittlerweile auch unseren Fans und Zuschauern gegenüber ziemlich unangenehm“, so Kreiselmeier.
Die Offensive lässt zudem auch aus dem Spiel heraus Gefährlichkeit oft vermissen. Der Trainer weiß warum: „Auch das trainieren wir, aber im Spiel agieren wir zu hektisch, unsauber und oft fehlt es auch am Selbstbewusstsein.“
Eine Serie von Platzverweisen sorgte neben Verletzungen für Ausfälle. Drei Rote Karten in drei Spielen in Folge hat der Trainer bisher noch nicht erlebt: „Das hatten wir in den vergangenen zwei Spielzeiten zusammen“. Wie bei Ricardo Mountzouris (Sperre abgelaufen) und Alexander Roth (noch ein Spiel gesperrt) ist auch der Platzverweis für Sven Krug (zwei Spiele Sperre) unglücklich zustande gekommen. Der Offensivspieler rutschte im Zweikampf aus, wollte einen Sturz vermeiden und traf dabei mit dem Fuß den Gegenspieler.
Beim 1:0-Sieg jüngst über den SV Buckenhofen steigerte sich das Team nach einer eher schwachen Leistung vor der Pause enorm und belohnte sich für die im Abstiegskampf notwendige Widerstandsfähigkeit und Nervenstärke mit dem Siegtor in der Nachspielzeit.