Bei gutem Wetter kommen die Stichwahlen in Bayern erst nur langsam in Gang. In den drei größten bayerischen Städten lag die Wahlbeteiligung bis zum frühen Nachmittag teils deutlich unter der vor zwei Wochen.
In München meldete das Kreisverwaltungsreferat Stand 14.30 Uhr eine Wahlbeteiligung von 38,0 Prozent inklusive Briefwählern. Das waren 6,1 Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen.
In Nürnberg waren es um 14.00 Uhr 30,1 Prozent inklusive eines Anteiles der Briefwähler. Das waren 3,9 Prozentpunkte weniger als im ersten Wahlgang vor zwei Wochen.
In Augsburg waren es bis 14.00 Uhr 12,8 Prozent - 10,2 Prozentpunkte weniger als vor zwei Wochen.
Die Werte der einzelnen Städte untereinander zu vergleichen ist dabei nicht sinnvoll, da die Wahlbeteiligung nach unterschiedlichen Logiken erhoben wird. In München fließen die Briefwähler ab Start ein, in Nürnberg über den Tag verteilt und in Augsburg wird die Wahlbeteiligung unter den Menschen erfasst, die nicht per Brief gewählt haben.
Die Stichwahlen laufen noch bis 18.00 Uhr - im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte die Wahlbeteiligung bayernweit bei 63,4 Prozent gelegen - 4,7 Prozent höher als bei der Kommunalwahl davor, die damals aber auch in die Frühphase der Corona-Pandemie fiel.
In München stehen sich der amtierende Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Dominik Krause (Grüne) gegenüber. In Nürnberg kommt es zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber Marcus König von der CSU und dem SPD-Herausforderer Nasser Ahmed. In Augsburg muss Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) in der Stichwahl gegen den SPD-Kandidaten Florian Freund antreten.
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