Stich-Attacke in Markt Bibart: Polizei hat neue Erkenntnisse | FLZ.de

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 24.10.2023 11:15, aktualisiert am 24.10.2023 18:30

Stich-Attacke in Markt Bibart: Polizei hat neue Erkenntnisse

Am Markt Bibarter Festplatz, zwischen den Schaustellerwohnwagen und dem Festzelt, kam es in der Nacht zum Sonntag zu einer folgenschweren Auseinandersetzung. (Foto: Andreas Reum)
Am Markt Bibarter Festplatz, zwischen den Schaustellerwohnwagen und dem Festzelt, kam es in der Nacht zum Sonntag zu einer folgenschweren Auseinandersetzung. (Foto: Andreas Reum)
Am Markt Bibarter Festplatz, zwischen den Schaustellerwohnwagen und dem Festzelt, kam es in der Nacht zum Sonntag zu einer folgenschweren Auseinandersetzung. (Foto: Andreas Reum)

Nach dem Angriff an der Kirchweih in Markt Bibart auf einen 39-Jährigen, der lebensgefährlich verletzt wurde, befindet sich einer der beiden Tatverdächtigen weiter auf der Flucht. Das bestätigt Marc Siegl, Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken, auf Nachfrage.

Der 22-Jährige soll nach derzeitigem Ermittlungsstand zusammen mit einem weiteren 22-Jährigen in der Nacht auf Sonntag auf einen 39-Jährigen losgegangen sein. Das Opfer bekam einen Schlag mit einer Glasflasche auf den Kopf. Dann wurden ihm mehrere Stichwunden zugefügt. Ein Ersthelfer schilderte gegenüber der FLZ die blutige Szenerie unmittelbar nach der Tat.

Einen der beiden verdächtigen 22-Jährigen konnte die Polizei nach wenigen Stunden festnehmen. Er habe sich in der Vernehmung zu den Vorwürfen geäußert, berichtet Siegl. Nach diesen Aussagen müssten die Ermittler davon ausgehen,”dass die Haupttatbeteiligung beim Flüchtigen liegt”. Entsprechend ist der zunächst Festgenommene inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Messer oder andere Tatwaffe? Die Polizei hält sich bedeckt

Die Fahndung nach seinem Kompagnon nimmt derweil größere Ausmaße an. Die Polizei habe verschiedene Adressen aufgesucht. Dabei habe es auch Durchsuchungen gegeben. Finden konnten die Beamten den Verdächtigen jedoch nicht. Da aber sowohl das Opfer als auch die beiden Verdächtigen bosnische Staatsangehörige sind, sei auch nicht auszuschließen, dass sich der 22-Jährige ins Ausland abgesetzt habe, erklärt Siegl. Die Suche nach ihm laufe deshalb bundesweit und international.

Zur verwendeten Tatwaffe gebe es laut Siegl neue Erkenntnisse. Diese will die Polizei aus „ermittlungstaktischen Gründen” jedoch zunächst zurückhalten. Zu möglichen Motiven und Gerüchten rund um den Fall nimmt das Präsidium ebenfalls keine Stellung.


Johannes Hirschlach
Johannes Hirschlach

Redakteur für Digitales

north