SpVgg Ansbach geht gegen rassistische Beleidigung vor | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 12.10.2025 15:56

SpVgg Ansbach geht gegen rassistische Beleidigung vor

Noah Gebre spielt seit dieser Saison für die SpVgg Ansbach. (Foto: Martin Rügner)
Noah Gebre spielt seit dieser Saison für die SpVgg Ansbach. (Foto: Martin Rügner)
Noah Gebre spielt seit dieser Saison für die SpVgg Ansbach. (Foto: Martin Rügner)

Affenlaute im Fußballstadion? Das geht gar nicht. Noah Gebre von der SpVgg Ansbach wurde im Auswärtsspiel beim FC Memmingen offenbar rassistisch beleidigt. Dagegen geht der Verein nun vor.

Die Fairnesstabelle der Regionalliga führt der FC Memmingen an (knapp vor Ansbach), aber was sich in der Schlussphase in der Arena abspielte, passt gar nicht zu dieser positiven Bewertung.

Wenn Noah Gebre am Ball war, hörte man von der Haupttribüne Affenlaute. So berichten es übereinstimmend Augenzeugen. Zu denen gehörte Stefan Dehm. „Ich habe von diesem einen Zuschauer zweimal eindeutig Affenlaute wahrgenommen”, bestätigt der Teammanager der SpVgg Ansbach auf Anfrage der FLZ.

Sonderbericht vom Schiedsrichter

„Da wird ein Spieler meiner Mannschaft beleidigt, das ist nicht zu tolerieren. Wir als Verein sehen uns in der Pflicht, unsere Spieler zu schützen und sie gegen solche Angriffe zu verteidigen”, so Dehm.

Als erste Gegenmaßnahme wurde Schiedsrichter Lothar Ostheimer in Kenntnis gesetzt, der einen Sonderbericht (liegt der FLZ vor) erstellte, der nun die Sportrichter beschäftigen dürfte.

Das könnte Sie auch interessieren

Darin protokolliert Ostheimer die Aussagen der Ansbacher, hält aber auch fest, dass das Schiedsrichtergespann auf dem Platz die Affenlaute nicht wahrgenommen habe.

Verband verspricht lückenlose Aufarbeitung

Der Bayerische Fußball-Verband rühmt sich einer Null-Toleranz-Politik bei Gewalt, jeglicher Art von Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus. „Das beinhaltet eine lückenlose Aufarbeitung aller gemeldeten Fälle durch die unabhängigen bayerischen Sportgerichte, die bei ihren Sanktionen auf ein breites Spektrum zurückgreifen können”, so der Verband.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
north