Beim Viererbob-Weltcup in Winterberg musste sich der Ansbacher Felix Straub als Anschieber im Bob von Rekordweltmeister Francesco Friedrich hinter dem Briten Brad Hall mit Platz zwei zufriedengeben.
Gemeinsam mit den anderen Anschiebern Simon Wulff und Matthias Sommer sorgte Straub zwar in beiden Läufen für die Startbestzeit, doch in der Bahn blieb der sonst so sichere Friedrich, der in dieser Saison bislang alle Rennen gewonnen hatte, diesmal nicht fehlerlos. So setzte sich Hall nach zwei Läufen mit 0,19 Sekunden Vorsprung durch und beendete mit seinem vierten Weltcupsieg die knapp zweijährige deutsche Siegesserie im Viererbob. Straub musste sich nach acht Siegen im großen Schlitten in Folge erstmals mit Rang zwei zufrieden geben.
„Im ersten Lauf war es nicht unsere beste Performance und Brad Hall hatte heute sehr gutes Material und war in der Bahn einfach überlegen. Da müssen wir noch ein bisschen arbeiten“, sagte der vierfache Olympiasieger Friedrich.
Dritter wurde Adam Ammour, der im Abschlusstraining mit dem großen Schlitten einen schweren Sturz überstehen musste. Der dritte deutsche Bob kam nur auf Rang sechs, nachdem Pilot Johannes Lochner beim Einstieg mit dem Fuß hängen blieb und fast aus dem Bob gefallen wäre.
Überschattet wurde das Rennen in Winterberg von weiteren, zum Teil schweren Stürzen. Der zweite Lauf musste deshalb um eine Stunde nach hinten verschoben werden.