Ein intensiver Wintereinbruch inklusive mehrerer Schneestürme hat am Freitag in Westmittelfranken für zahlreiche Unfälle gesorgt. Autos, Lastwagen und Busse rutschten von den spiegelglatten Straßen. Sogar die Feuerwehr kam an einer Stelle nicht mehr weiter.
Die Integrierte Leitstelle Ansbach berichtet auf Nachfrage für ihr Zuständigkeitsgebiet am Freitag von insgesamt 14 Verkehrsunfällen, zu denen Feuerwehr beziehungsweise Rettungsdienste alarmiert wurden. Hinzu kamen harmlosere Einsätze, bei denen lediglich die Anwesenheit der Polizei gefragt war. Alleine die Polizeiinspektion in Neustadt/Aisch verzeichnete zehn Glätteunfälle.
Schwere Verletzungen erlitt ein 21-Jähriger bei einem Unfall in der Nähe von Schornweisach (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim). Er musste von der Feuerwehr aus dem Autowrack geschnitten werden.
Bei Hombeer (ebenfalls Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) ereignete sich ein Frontalzusammenstoß. Anrückende Feuerwehrkräfte scheiterten bei der Anfahrt an einer glatten Steigung, mussten umkehren und aus anderer Richtung zur Unfallstelle kommen. „Wir müssen eben auch rausfahren, wenn wir anderen empfehlen würden, zu Hause zu bleiben”, sagt Kreisfeuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen. Der Unfall entpuppte sich glücklicherweise lediglich als Blechschaden.
Im Bereich der Bad Windsheimer Polizeiinspektion kam es ebenfalls zu mehreren „Ausrutschern” im Straßenverkehr. Den Gesamtschaden aller Unfälle beziffern die Beamten auf einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag.
Zwischen Beyerberg und Burk (Landkreis Ansbach) verlor ein bergauf fahrender Kleintransporter bei Schneematsch die Haftung und blieb liegen. Ein entgegenkommender Linienbus bremste noch ab, geriet aber auf der abschüssigen Strecke ins Rutschen und krachte in das liegengebliebene Fahrzeug. Der Fahrer des Kleintransporters brach sich mutmaßlich einen Arm und kam in eine Klinik. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 10.000 Euro.
Die Polizeiinspektion Dinkelsbühl sucht derweil Zeugen eines Vorfalls auf der Staatsstraße zwischen Dinkelsbühl und Bechhofen. Bei Dürrwangen musste eine Autofahrerin einem in Richtung Bechhofen fahrenden grauen Pkw ausweichen, der auf ihrer Fahrspur unterwegs war. Die Frau geriet mit ihrem Wagen dabei ins Schleudern, kam von der Straße ab und wurde leicht verletzt. Der zweite Beteiligte ist flüchtig.
Zwischen Walkersdorf und Wörnitz (Landkreis Ansbach) rutschte eine 55-Jährige mit ihrem Auto von der Fahrbahn und einen etwa drei Meter tiefen Abhang hinab. Die Fahrerin blieb unverletzt, der Schaden liegt bei 10.000 Euro.
Bei Vorderbreitenthann (auch Landkreis Ansbach) krachte eine 19-Jährige mit dem Auto auf ungeräumter Straße gegen einen Baum. Auch sie blieb unverletzt. Schaden: 5000 Euro. Ein ähnlicher Vorfall trug sich im Herrieder Ortsteil Elbersroth zu, wo ein 31-Jähriger auf der noch nicht geräumten Feuchtwanger Straße seinen Pkw an eine Laterne setzte. Hier entstanden 1500 Euro Sachschaden.
Auch in Schnelldorf und Feuchtwangen kam es zu Karambolagen, ebenso rund um Ansbach. So setzte etwa in Großlellenfeld ein 22-Jähriger sein Auto bei Glätte in eine Hecke.
Dieser Text wird im Laufe des Tages um weitere Einsätze aktualisiert.