In Dinkelsbühl steigt am kommenden Wochenende das nationale Schachfestival des Jahres. Rund 400 Schachspieler aus ganz Deutschland werden in drei Turnieren mit jeweils neun Runden im Schrannensaal die Deutschen Meister im Schnellschach ermitteln.
Den Zuschlag vom Deutschen Schachbund (DSB) erhielt der SK Dinkelsbühl im März dieses Jahres, nachdem er sich mit seiner Bewerbung gegen Bamberg und Bayreuth durchgesetzt hatte. Seitdem laufen die organisatorischen Vorbereitungen.
Im Mittelpunkt stehen die Deutschen Meisterschaften der Damen (DFSEM) und der Herren (DSEM), zu denen namhafte Nationalspieler und Meister der Landesverbände erwartet werden. Über 320 Vereinsspieler treten außerdem bei der Deutschen Amateurmeisterschaft (DSSAM) an. Besucher haben zu allen Turnieren freien Eintritt.
Die Startrangliste der Herren führt der Großmeister und Goldmedaillengewinner bei der Schacholympiade, Daniel Fridmann aus Mülheim, an. Bei den Damen steht Titelverteidigerin Lara Schulze (Bremen) an der Spitze. Aber auch die bayerischen Vertreter wollen vorne mitspielen.
Großmeister Leon Mons vom SC Erlangen, die Nummer 1 in Bayern, und die Vizemeisterin Margarita Khrapko (Münchener SC) haben gute Chancen. Für den Kreis Mittelfranken West starten der Ansbacher Markus Albert und Tobias Klinger (Freiplatz für Dinkelsbühl) sowie Amalia Stark aus Ansbach, die den Freiplatz bei den Damen erhielt.
Zur Amateurmeisterschaft in sieben Wertungsgruppen (nach DWZ) konnten sich auch vereinslose Spieler anmelden. Ausgetragen wird diese im Modus 15 Minuten je Spieler mit 10 Sekunden Zeitaufschlag je Zug. Die Paarungen werden nach dem Schweizer System ermittelt.
Insgesamt treten in Dinkelsbühl vier Großmeister, elf Internationale Meister und 37 Meister des internationalen Schachverbands FIDE an. Die Teilnehmer stammen aus 16 Landesverbänden und 170 deutschen Schachvereinen. Der Verein mit den meisten Teilnehmern ist der SC Ansbach (12), gefolgt von Jäckle Chemie aus Nürnberg (11).
Der jüngste Teilnehmer ist fünf, der älteste Teilnehmer 85 Jahre alt. Für Samstag hat sich außerdem die Nationale Antidoping Agentur (NADA) angemeldet. Auch DSB-Präsidentin Ingrid Lauterbach hat ihr Kommen zugesagt.