Die Sanierung der Welserstraße neigt sich dem Ende entgegen: Ab Montag, 7. September, wird die Strecke noch einmal komplett gesperrt, um die finale Asphaltschicht einzubauen. Inklusive kleiner Restarbeiten soll die Gesamtmaßnahme dann Ende des Monats abgeschlossen sein – und damit deutlich später als ursprünglich geplant.
Die Sperrung auf der kompletten Länge soll gemäß den Angaben der Stadt Ansbach bis voraussichtlich Freitag, 18. September, andauern. Die Umleitung des Verkehrs erfolgt in diesem Zeitraum über die Philipp-Zorn-Straße, die Bandelstraße und die Triesdorfer Straße.
Betroffen davon sind auch die Buslinien 752, 753 und 762. Diese können vom 16. bis 18. September die Haltestellen Philipp-Zorn-Straße, Welserstraße Ost und West nicht bedienen. Als Ersatz stehen laut der Ansbacher Bäder- und Verkehrs-GmbH (ABuV) Triesdorfer Straße, Beckenweiherallee und Amt für Ländliche Entwicklung bereit.
Im Anschluss sind nur noch Restarbeiten notwendig, die wahrscheinlich bis Ende September abgeschlossen sein werden. Spätestens ab diesem Zeitpunkt soll die Welserstraße dann wieder vollständig befahrbar sein, wie die Stadtverwaltung weiter ausführt.
Die finale Asphaltschicht haben die Verantwortlichen in den Planungen bewusst ganz ans Ende der Gesamtmaßnahme gesetzt. Sie wird in einem Rutsch aufgebracht. Der Sinn: So sollen Fugen verhindert werden, die laut Fachleuten immer eine Schwachstelle sind.
Werden die Restarbeiten tatsächlich bis zum Ende des Monats abgeschlossen, endet damit eine rund 13 Monate andauernde Baustelle deutlich später als ursprünglich geplant. Denn eigentlich wollten die Verantwortlichen bereits im Mai mit der Maßnahme fertig sein.
Den deutlichen Verzug begründet die Stadtverwaltung mit den Arbeiten an den Versorgungsleitungen im Untergrund. Diese waren deutlich komplexer als zunächst geplant, wie Anne Ziegler vom Geschäftsbereich Oberbürgermeister mitteilt. Dadurch sei ein Mehraufwand entstanden, der dazu geführt habe, dass der Zeitplan doch deutlich überzogen wurde. Die Verzögerung hatte sich schon Ende 2025 angedeutet. Damals hielt die Verwaltung allerdings an der Fertigstellung bis Mai fest. Die Hoffnung, dass dies funktioniert, hat sich zerschlagen.
Bei der Maßnahme handelt es sich nicht um eine einfache Straßensanierung. Die Welserstraße, die ihre besten Tage seit langer Zeit hinter sich hatte, wurde umfänglich erneuert und bekam ein neues Gesicht. So räumten die Planer dem gesamten Verkehrsraum eine Breite von zehn Metern ein. Sechs Meter entfallen, auch mit Blick auf den Busverkehr, auf die Fahrbahn. Jeweils zwei Meter sind die Gehwege auf beiden Seiten breit.
So soll die Sicherheit für die Fußgängerinnen und Fußgänger sowie die Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer steigen. Der zusätzliche Platz hat aber auch einen Haken: Um diesen Raum zu bekommen, wurden die Parkplätze auf der Fahrbahn ersatzlos gestrichen.
Ansonsten wurde eine neue Asphalttragschicht für Straße und Gehwege eingebaut, der Untergrund ertüchtigt, die Versorgungsleitungen wurden erneuert und die Gehwege mit Pflasterbelag neu gebaut. Hinzu kommen Randeinfassungen, eine neue Straßenbeleuchtung und insgesamt vier barrierefreie Haltestellen für den Busverkehr