Der Rotary Club Ansbach feiert sein 60-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum lädt die Vereinigung zu einem öffentlichen Benefizkonzert am Samstag, 10. Oktober, ab 16 Uhr im Onoldia-Saal ein.
Der renommierte Pianist Paul Sturm spielt Werke von Frédéric Chopin. Unter anderem sind das Scherzo Nr. 2, das Regenbogen-Prelude und das Fantasie-Impromptu zu hören. Danach nimmt ein Quartett aus dem Windsbacher Knabenchor unter der Leitung von Ludwig Böhme das Publikum auf eine kurze musikalische Reise durch die Vokalmusik mit. Im Gepäck haben die Sänger auch eine Überraschung, verspricht Rotary-Präsident Jochen Heldmann, die natürlich vorab noch nicht verraten werden soll.
Abgerundet wird das Konzert von der Big Band des Platen-Gymnasiums unter der Leitung von Stephan Goldhahn, die ihren Auftritt unter das Motto „Von Swing bis Funk” gestellt hat.
Zu dem Konzert kann man spontan kommen, der Eintritt ist frei. „Wir freuen uns, wenn der Saal mit 400 Plätzen voll wird, und haben auch noch ein paar Plätze in Reserve”, meint Conference Chair Dr. Udo Feldheim. Die Rotarier geben im Rahmen des Konzerts einen Überblick über die Projekte ihres Hilfswerks und hoffen auf Spenden dafür.
In der Pause besteht die Gelegenheit, sich über die Projekte zu informieren und mit Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen. So sind zum Beispiel am Infostand des Bayerischen Roten Kreuzes mehrere Helfer anwesend. Seit zehn Jahren unterstützten die Rotarier die Schlaganfallhilfe. „Die Nachsorge von Schlaganfall-Betroffenen weist noch immer erhebliche Defizite auf. Viele Informationen über Therapiemöglichkeiten, Sozialleistungen oder andere Formen von Unterstützung erfolgen oft nur bruchstückhaft”, heißt es auf der Homepage des BRK Ansbach dazu.
Vor diesem Hintergrund bildet der Rotary Club Ansbach in Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz Ansbach und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe Schlaganfall-Helfer aus, die diese Versorgungslücke im Kreis Ansbach schließen sollen und sowohl Schlaganfall-Betroffene als auch deren Angehörige gezielt unterstützen. Die Schirmherren Oberbürgermeister Thomas Deffner und – neu im Amt – Landrat Marco Meier haben sich ebenfalls angekündigt.
Im Rahmen der überregionalen Initiative „Sichere Orte für Frauen” hilft der Rotary Club dem Frauenhaus Ansbach. Dazu kommen viele weitere Projekte wie zum Beispiel die kindliche Sprachförderung, die schulische Leseförderung durch Bücherspenden sowie das Adventsessen für Bedürftige und Einsame.
Die Kultur ist ein weiteres Feld, auf dem sich der Rotary Club Ansbach engagiert. Seit 1969 gibt es das Bachwochenstipendium für junge Künstler und seit 1983 die Internationale Ansbacher Jugendwoche.
In seiner Zeit als District Governor hatte Dr. Udo Feldheim ein besonderes Projekt auf den Weg gebracht und dafür 149.000 Euro zusammenbekommen, wie er bei einem Pressegespräch erzählt. Es gelang ihm sogar erstmals in der sechzigjährigen Geschichte von Rotary Ansbach, einen „Global Grant”, mit dem aus Geldern der Rotary-Zentrale internationale Großprojekte gefördert werden, zu organisieren. Dabei wird exakt auf die korrekte Verwendung der Gelder geachtet.
Im Rahmen dieses Projekts wurden Trauma-Psychotherapeuten ausgebildet, die bei Camps in den Karpaten vom Krieg traumatisierte Frauen und Kinder aus Charkiw in der Ukraine betreuten. „Manche mussten erst wieder lernen, zu sprechen”, berichtet er.
Genau am 10. Oktober jährt sich die Unterzeichnung der Charterurkunde für den Rotary Club Ansbach vor sechs Jahrzehnten. Über die Jahre sind viele Kontakte ins Ausland gewachsen, denn die Völkerverständigung liegt den Rotariern am Herzen. Die seit 1969 bestehende Clubpartnerschaft mit Longwy in Lothringen gehört zu den ältesten deutsch-französischen Clubpartnerschaften. Daher werden am Jubiläumswochenende Gäste aus Frankreich, Belgien und Deutschland erwartet.
Am Samstagabend gibt es eine interne Jubiläumsfeier mit Reden und Rückblicken. Die Gäste erwartet außerdem ein Jubiläumsprogramm mit Stadtführung und gemeinsamem Essen. „Die Leute kennen sich seit Jahren und es sind Freundschaften gewachsen”, weiß Jochen Heldmann.