Fledermäuse treiben sich gerne in Kellern oder Dachböden herum, der Rollladen ist hingegen kein so wirklich guter Wohnort für die Tiere. Doch genau dort wurde in Prühl unlängst ein Exemplar gefunden und zu Jana Stepanek in die Aufpäppelstation nach Scheinfeld gebracht. Es handelt sich um eine seltene Art, betont die Fledermausexpertin.
„In unserem Landkreis überwintern die meisten Fledermäuse unterirdisch in alten Bierkellern, die – ähnlich wie bei Tropfsteinhöhlen – den Tieren optimal konstante Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse bieten”, erklärt Jana Stepanek. Während des Winterschlafs, der bis zu sechs Monate andauern kann, zehren sie von ihren eigenen Fettreserven und nutzen peu à peu das gespeicherte Fett als Energiequelle bis zum insektenreichen Frühling, so die Expertin.
In den Wintermonaten gelangen deshalb eher weniger Fledermäuse in die Scheinfelder Pflegestation, berichtet Stepanek. Doch einen wahrlich gefährlichen Überwinterungsort hat sich ein Graues Langohr (Plecotus austriacus) ausgesucht: Beim Betätigen des Rollos entdeckten aufmerksame Hausbesitzer im Oberscheinfelder Ortsteil Prühl das klamme Tierchen und brachten es nach Scheinfeld.
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