Ein 34-Jähriger wollte sich als Schüler umbringen und möglichst viele andere Menschen am Gymnasium Carolinum mit in den Tod reißen. Bisher galt er weiterhin als nicht geeignet für eine Entlassung. Doch das Bezirksklinikum in Erlangen sah zuletzt große Fortschritte. Jetzt sucht die Polizei nach ihm.
Am Samstag bekam der Mann wieder einen freien Tag. Er durfte die Klinik für psychisch kranke Straftäter alleine verlassen. Als er am Abend nicht zurückkam, informierte die Klinik die Polizei. Bis zum Montag wurde er nicht gefunden. Die Staatsanwaltschaft Ansbach erließ am Montag deshalb einen Haftbefehl, um eine bundesweite Suche zu ermöglichen.
Der Mann hatte sich schon in Kindergarten und Grundschule als Außenseiter gefühlt, litt als Jugendlicher unter psychischen Problemen und war deshalb in ambulanter Behandlung. In der 9. Klasse hatte er die ersten Suizidgedanken. Zu Vorbildern wurden ihm andere Jugendliche nach Amokläufen an ihren Schulen. Seine immer radikaler werdenden Gedanken hielt er in einem Tagebuch fest.
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