Eine Rekordsumme haben die Leserinnen und Leser für „FLZ-Leser helfen” gespendet. Mit einem Betrag von exakt 416.589,27 Euro zum Stichtag 20. Februar verzeichnet die Redaktion den bisher höchsten Spendeneingang seit der ersten Aktion im Jahr 1988. Dafür herzlichen Dank.
Neben den vielen Spenden von Unternehmen und Privatpersonen gab es heuer auch Unterstützung aus mehreren Sammlungen. So baten zum Beispiel Angehörige im Rahmen einer Beerdigung um Spenden statt Blumen. Ein anderer Bürger bedachte die Hilfsaktion in seinem Nachlass mit einer größeren Summe.
Vielen ging besonders die Geschichte eines 13-jährigen Vollwaisen nahe, der die Gebühren für das Grab seines Vaters nicht allein aufbringen konnte. Für den Jugendlichen wurden mehrere zweckgebundene Spenden überwiesen, darunter sogar von einer Frau, die gar nicht aus der Region stammt, sondern den Bericht zufällig auf der Internetseite der FLZ gelesen hat. „Ich hoffe sehr, dass der Junge die Grabstätte behält und ich hiermit einen Beitrag dazu leisten kann”, schreibt sie per E-Mail.
Insgesamt hat die FLZ in diesem Jahr über 16 Fälle berichtet, darunter Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind, Schwerkranke und Menschen mit Behinderungen oder psychischen Problemen. Ihre Schicksale machen aber nur einen Bruchteil der Fälle aus, die an uns herangetragen werden. Unterstützung erhielten diesmal 147 notleidende Familien und Einzelpersonen.
Damit Ihre Spenden auch wirklich bei den Menschen ankommen, die dringend Hilfe brauchen, arbeitet der Verein „FLZ-Leser helfen” mit Behörden und Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und anerkannten Hilfsorganisationen aus den Landkreisen Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim zusammen. Die Mitarbeitenden dort kennen ihre Klientinnen und Klienten und können deren Situation am besten einschätzen. So wird sichergestellt, dass das Geld sinnvoll verwendet wird.
Erreicht haben die Redaktion mehrere Dankschreiben, beispielsweise von einer Seminarleiterin der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) in Ansbach. „Sie war so gerührt, dass ihr die Tränen kamen”, erzählt sie von der Reaktion einer Spendenempfängerin. Die Integrationsbeauftragte einer Kommune freute sich, dass die „Spendenzusage eine Riesenlast von der Familie nehmen wird”, die sie betreut. Wegen unglücklicher Umstände waren Mitglieder der Familie nicht krankenversichert. Nachdem es zu einem medizinischen Notfall gekommen war, sahen sich die Betroffenen mit hohen Arzt- und Klinikrechnungen konfrontiert.
Die Vorsitzende des Hospizvereins Ansbach, Ulla Schreiber, und ihre Stellvertreterin Rita Göhring bedankten sich ebenfalls für die großzügige Spende. „Auch dank Ihrer Unterstützung ist es dem Hospizverein möglich, Hilfe und Beistand zu geben. Dazu gehört die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden, um ihnen die letzte Lebensphase zu erleichtern und den Angehörigen beizustehen”, heißt es in dem Schreiben. Hinterbliebene können Gesprächsangebote in Anspruch nehmen, um sich in der Trauerphase auszutauschen. Außerdem organisiert der Hospizverein „Letzte Hilfe”-Kurse, welche die Teilnehmenden darauf vorbereiten, Sterbende am Ende ihres Lebens zu begleiten. Dank der Spenden können solche Angebote auch in Zukunft finanziert werden.