„Der Eigenbetrieb Waldbad ist strukturell dauerdefizitär und erzielt seit seinem Bestehen nur Verluste”. So lapidar steht es in einer Sitzungsvorlage für den Neustädter Stadtrat. Bürgermeister Klaus Meier stellte dazu klar: „Wir leisten uns das. Das Waldbad ist uns das wert.”
Für die Verluste des Jahres 2019 wird man aus den Rücklagen eine Abbuchung über knapp 317.000 Euro vornehmen, wodurch der „Verlustvortrag” bei „nur” noch 2,105 Millionen Euro liegt. So wird man irgendwann auch mit den Verlusten 2020, 2021, 2022 und den Folgejahren verfahren – diese Defizite sind von Anfang an einkalkuliert und unvermeidlich.
Jetzt erst erstellt – auch dies ein normaler Vorgang – wurde der Jahresabschluss 2023, der nun dem Stadtrat zur Genehmigung vorgelegt wurde. Demnach liegt dieser Jahresfehlbetrag bei rund 387.000 Euro und damit in etwa im langjährigen Schnitt. Die beantragte Entlastung der Werkleitung billigte der Stadtrat nun einstimmig.
Beschlossen wurden zudem für das zu Ende gehende Jahr die Zahlung eines Finanzausgleichs von 220.000 Euro an den Eigenbetrieb Waldbad sowie weitere 60.000 Euro für vorgenommene Investitionen. Für das Jahr 2026 sind weitere Investitionen in die Anlage von 72.000 Euro vorgesehen, die ebenso im Finanzplan vermerkt sind, wie 180.000 Euro Ausgleich für die zu erwartenden Verluste. Auch die Bereitstellung dieser Beträge in den Haushalt 2026 wurde einstimmig genehmigt.