Über mangelnde Gelegenheiten, sich sportlich unter freiem Himmel zu betätigen, werden sich die Bewohner und Bewohnerinnen des Ansbacher Nordens künftig nicht beschweren können. Nach drei Calisthenics-Anlagen am Stadion, auf dem Hochschul-Campus und an der Rettistraße soll jetzt auch an der Karpfenstraße ein Fitnessparcours entstehen.
Für diesen „Bewegungspark für Alle” seien bereits 50.000 Euro im laufenden Haushalt eingestellt, berichtete Stadtplanerin Andrea Heinlein im Stadtrat. Laut Sitzungsvorlage sollen neben den Zielen, mit Bewegung etwas für die Gesundheit, Fitness und das Wohlfühlen der Bevölkerung zu tun, auch soziale Aspekte einfließen. Der Fitnessparcours soll auch ein Ort der Begegnung unterschiedlicher Altersgruppen sein.
„Die Standortfrage hat uns sehr beschäftigt”, sagte Andrea Heinlein. Mehrere Grundstücke in städtischem Besitz wurden überprüft. Letztlich fiel die Wahl auf die Grünfläche an der Karpfenstraße. Für die Wahl sprachen mehrere Gründe: So sind bereits Freizeitanlagen wie der Eislaufweiher und ein Bolzplatz vorhanden. Es gibt keine Wohnbebauung in unmittelbarer Nähe, dennoch ist der Platz zentral erreichbar.
Konkret plane man zwei Geräteinseln zwischen dem Bolzplatz und der Rügländer Straße, so Heinlein. Eventuell müssten dafür die Fußballtore etwas versetzt werden. Eine Insel soll mit einer Calisthenics-Anlage für eine größere sportliche Herausforderung sorgen. Die zweite Insel soll Trainingsgeräte anbieten, die von Jedermann genutzt werden können. Trainingsanleitungen auf Schildern sollen für die richtige Benutzung sorgen. Der Standort sei zudem mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt.
„Das sieht sehr schön aus”, sagte Oberbürgermeister Thomas Deffner zu der Visualisierung, die die Stadtplanerin präsentierte, „das ist eine gute Stelle.” Ob man die Anlage nicht besser im Zuge der Renaturierung auf dem Rezatparkplatz verwirklichen könnte, fragte Dr. Paul Kupser (Freie Wähler/Die Ansbacher). Das könne Probleme mit dem Hochwasserabfluss bringen, wenn sich Sträucher und Bäume in den Anlagen verfingen, so Deffner. „Wir machen das besser dort, wo die Leute wohnen. Die nahe Wohnbebauung im Rügländer Viertel und die Hochschule nebenan machten die Wiese zum idealen Standort, fand auch CSU-Fraktions-Chef Jochen Sauerhöfer.
„Mit dem Geld kommen wir nicht ganz hin”, gestand Stadtplanerin Heinlein. Für die Geräteausstattung fielen allein rund 60.000 Euro an. Weil man zwischen den Geräteinseln noch Balancier-Elemente und Sitzgelegenheiten anbieten wolle, würden weitere 10.000 Euro benötigt.
Weil für den Fitnessparcours bereits 50.000 Euro im laufenden Haushalt eingestellt wurden, werden im Haushalt 2026 weitere 20.000 Euro benötigt, die von der Verwaltung bereits zum Entwurf des Haushalts beantragt wurden. Der Stadtrat gab einstimmig die zusätzlichen Mittel frei.