41 Meter, dann bricht die Verbindung ab. Ein guter Wert für Apples zweite Generation des Airtags. Die erste Generation des Tracking-Chips gibt im Test bei 26 Metern Entfernung vom Schlüsselbund auf. Ist beim Airtag neu also wirklich immer besser?
Seit knapp fünf Jahren gibt es die Chips von der Größe einer Zwei-Euro-Münze nun. Sie sollen dabei helfen, Dinge aufzuspüren. Also zum Beispiel Schlüssel, Portemonnaies, Koffer - manche taggen auch ihre Kinder damit.
Dafür funken die kleinen Chips ein Bluetoothsignal. Es kann theoretisch von allen Apple-Geräten in der Nähe empfangen werden, dieser Standort wird dann verschlüsselt über die App „Wo ist?“ den Eigentümern zugänglich gemacht. So kann man etwa auf der Karte sehen, wo ein Objekt ist und im Nahbereich mit Ultrabreitbandfunk (UWB) vom Telefon zum Airtag geleitet werden.
Apple verspricht, dass nur die Airtag-Eigentümer und von ihnen freigeschaltete Personen den Standort sehen können. Das Airtag selbst speichert demnach auch keine Standortdaten.
Die zweite Generation - schlicht auch Airtag genannt - kommt mit neuem Innenleben. Es ist derselbe UWB-Chip verbaut wie in der aktuellen iPhone-17-Generation, dazu auch ein verbesserter Bluetooth-Chip. Bis zu 50 Prozent mehr Reichweite soll es mit dem neuen Airtag geben. Außerdem soll der Lautsprecher mehr Wumms bekommen - einen neuen Signalton gibt es auch. Optik und Größe bleiben unverändert.
Also auf zum Vergleichstest. Wir verstecken einen Airtag der ersten Generation und einen neuen im Blumentopf und zwischen den Sofakissen und begeben uns mit einem iPhone 16 Pro auf die Suche. Schnell zeigen sich kleine Unterschiede:
Dafür ist laut Apple ein iPhone 15 oder neuer nötig, oder ein iPhone Air. Das ebenfalls recht aktuelle iPhone 16e unterstützt die Funktion mangels UWB-Technik nicht - wie bei der ersten Generation Airtags auch schon.
Auf den ersten Blick gleichen sich die alten und neuen Airtags. Wer sie nicht direkt bei Apple kauft, sollte also genau hinsehen - um nicht aus Versehen die erste Generation zu erwischen. Es gibt drei Anhaltspunkte, dass es sich um neue Airtags handelt:
Mehr Reichweite, genauere Suche im Nahbereich, schnellerer Verbindungsaufbau, neuer Signalton. Ja, neu ist besser. Die neuen Airtags sind eine gelungene Evolution eines guten Produktes, aber keine Tracking-Revolution.
Zwar werden sie im Apple Store die Vorgänger ablösen, daheim muss das aber nicht sofort geschehen - sofern vorhandene Airtags noch gut funktionieren. Auch wenn der niedrigere Preis fürs Viererpack eine feine Sache beim Erweitern des Tracker-Pools ist.
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