Einblicke in die faszinierende Zirkuswelt haben 40 Kinder und Jugendliche bei der Projektwoche des Mitmachzirkus‘ Starlight erhalten. Zum Abschluss des Projektes präsentierten sie ihr Können in einer mitreißenden Show, die das begeisterte Publikum im vollbesetzten Zirkuszelt mit Beifallsstürmen belohnte.
Die nunmehr sechste Ausgabe des Zirkus Starlight seit 2002 in Feuchtwangen hat das städtische Jugendbüro in Kooperation mit dem Wilhelmsdorfer Circus Mumm organisiert. Sie galt als eines der Highlights im Sommerferienprogramm der Stadt.
Stadtjugendpfleger Thomas Hartnagel und Zirkuspädagoge Hagi Blickle äußerten sich zufrieden über das Ergebnis der Projektwoche: Es sei wieder gelungen, gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen eine hochkarätige Zirkusvorstellung auf die Beine zu stellen. Die Rückmeldungen der Eltern der Teilnehmenden und auch der Zuschauer seien durchweg sehr positiv gewesen.
Die Show begann mit gedämpftem Licht und dichtem Nebel in der Manege. Getragene Musik kündigte eigenartige Ereignisse in der geheimnisvollen Burg an, die für die Vorstellung die Rahmenhandlung darstellte.
Als sich der Nebel ein wenig lichtete, stand da eine Hexe, die mit ihrer Zauberkugel die zu Stein erstarrten Kobolde wieder zum Leben erweckte. Kaum erwacht, hüpften diese aufs Trampolin und wirbelten mit kühnen Sprüngen und Saltos durch die Manege, wobei sie nicht einmal ein Feuerseil an ihrem Treiben hinderte.
Ebenso schnell wie der Spuk gekommen war, ging er auch wieder vorbei. Es wurde wieder dunkel in der Burg. Kaum erkennbare Gestalten malten mit leuchtenden Bändern, die sie an Seilen schwangen, farbige Kreise in die Luft. Erstaunlich, dass sie sich trotz der Dunkelheit nicht ineinander verhedderten.
Anschließend zog eine bunte Truppe verschiedener Burgbewohnerinnen und -bewohner in die Manege ein. Man erkannte sofort, dass sie den Geschirrschrank geplündert hatten. Sie drehten Teller auf langen Stöcken und zeigten, was man damit alles machen kann. Als der Küchenkobold die Teller wieder einsammelte, warfen sich die Jongleurinnen und Jongleure bunte Ringe in einem scheinbar wilden Durcheinander zu. Und dennoch erreichten alle dieser Ringe ihr Ziel.
Als die Truppe die Manege verließ, blieb ein Junge übrig, der staunend einen Doppelkegel betrachtete und nicht so recht wusste, was er damit anfangen sollte. Doch sofort nahte Hilfe – wieder waren es ganz besondere Kobolde, die das Diabolo beherrschten und dem Jungen zeigten, was damit alles möglich ist.
In einer richtigen Burg wohnen natürlich auch Drachen, die keine Angst vor dem Feuer haben. Sie zeigten dem staunenden Publikum, dass ein Finger wie eine Kerze brennen kann. Ebenso strichen sie sich eine brennende Fackel über den Arm, ohne sich dabei zu verbrennen. Zwei der Drachen schluckten sogar das Feuer und einer pustete eine riesige Feuersäule in die Manege.
Zum Auftakt des zweiten Programmteils nach der Pause huschten Feen anmutig über das Drahtseil. Mit nur einem Fuß darauf stehen, ein Spagat oder sich auf das Seil zu legen, ohne herunter zu fallen, und vieles mehr schien für sie kein Problem zu sein.
Dann waren die Akrobaten dran: Nur mit ihren Körpern bauten sie waghalsige Pyramiden und Türme und wirbelten noch mit Flickflacks durch die Manege. Weiter ging es mit den Seilspringern, die in verschiedenen Formationen über das große Seil sprangen und einzeln verschiedene Tricks mit dem kleinen Seil zeigten.
Zum Abschluss wurde es dann noch einmal aufregend, als die jungen Artistinnen und Artisten am Trapez hoch über der Manege ihre Kunststücke zeigten. Und als sich die Jugendlichen in die Zirkuskuppen schwangen, begleitete das Publikum die einzelnen Darbietungen mit Ausrufen des Erstaunens.
Beim großen Finale kamen alle Hexen, Drachen, Feen, Kobolde sowie die Wächter noch einmal in die Manege und verabschiedeten sich von ihren Zuschauerinnen und Zuschauern. Diese belohnten die Kinder und Jugendlichen, die eine Woche lang in konzentrierter Arbeit ein tolles Zirkusprogramm auf die Beine gestellt hatten, mit einem langen und begeisterten Applaus: