24 Kandidatinnen und Kandidaten hat der Bad Windsheimer Ortsverband der CSU für die Kommunalwahl 2026 nominiert. Sie wollen dafür sorgen, dass Bad Windsheim wieder für positive Schlagzeilen sorgt und lebens- und liebenswert bleibt.
„Wir haben alles dabei. Jung, alt, erfahren und alle motiviert”, sagte Ortsvorsitzender Johannes Gerhäuser bei der Nominierung im Gasthaus Zur Krone, zu der 40 Besucherinnen und Besucher gekommen waren. Die 26 Wahlberechtigten stimmten der Liste alle zu. Für den Wahlkampf kündigte Gerhäuser an, dass die CSU die „Emotionen rauslassen” und „für die Sache” kämpfen wolle.
Das betonte auch der parteilose Bürgermeisterkandidat Philipp Flierl, mit dem die CSU gemeinsam mit der Freien Wählergemeinschaft und der Liste Land ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus geht. „Offene Gräben und ausgefahrene Ellbogen” gehörten derzeit zum Stadtbild. Ziel sei es, wieder auf eine „sachliche Ebene” zurückzukehren.
„Dazu gehört Mut und Idealismus. Herausforderungen, vor denen auch ich stehe.” Mit den Menschen, die aktuell hinter ihm stünden, „schaffen wir das. Seitenschläge sind nicht das, was wir wollen”, andere könnten dies tun, man dürfe sich aber nicht verleiten lassen, mitzumachen, appellierte Flierl an sein Team. Vorbildlich hätten sich seine Stadträtinnen und -räte in der jüngsten Stadtratssitzung gezeigt, in der Themen sachlich vorgetragen worden seien und Kritik konstruktiv geäußert wurde, lobte Flierl. „Wir müssen den Bürgern zeigen, wie wir in Zukunft agieren wollen.”
„Nicht vergnügungssteuerpflichtig” sei das, was aktuell in der Stadt so abgehe, sagte CSU-Stadtratsfraktionsvorsitzender Georg Gerhäuser. In München und sogar Berlin werde man auf die Querelen in Bad Windsheim angesprochen. Besser machen wolle man das, was die Stadtspitze aktuell versäume. Man dürfe Landtags- und Bundestagsabgeordnete nicht verärgern, in dem man öffentlich über die „große Politik” herziehe. Immerhin seien sie es, die sich einsetzen dafür, dass Fördermittel in den Kommunen ankommen, auf die man in Zeiten klammer Kassen angewiesen sei. Dafür müsse man „Kontakte halten und gut pflegen” und für eine gute Vernetzung sorgen.
Auch dürfe man die „Expertise im Stadtrat” nicht ignorieren und stattdessen teure Gutachten anleiern, die im Nachgang zum selben Ergebnis kämen, sprach Georg Gerhäuser die Thematik rund um den Neubau der Stadtgärtnerei an. „Das können wir uns in den nächsten Jahren nicht mehr leisten.”
Gerhäuser freute sich, die Stadtratsliste anführen zu dürfen, denn es mache Spaß, sich einbringen zu dürfen. Ein Politikneuling folgt mit Susanne Beigel auf Platz zwei, sie möchte gern etwas für Bad Windsheim bewegen. Bernhard Kisch ist seit 30 Jahren in der Kommunalpolitik unterwegs, „sechs Jahre wurde ich in Bad Windsheim als Bürgermeister geduldet”, merkte er an und grinste. Er stecke weiterhin voller Ideen. Ebenfalls ein alter Hase und seit 36 Jahren im Stadtrat ist Dieter Hummel. Er setzt auf einen „Umschwung” im Stadtrat und gute Zusammenarbeit mit einer „starken CSU-Fraktion. Wir rocken das.”
„Maulen kann jeder, wichtig ist, dass man mitmacht”, das ist die Motivation von Johannes Gerhäuser. „Irgendwie endlich wieder Harmonie” in den Stadtrat bringen, sei das „große Ziel” von Horst Allraun. Das unterstützt Sonja Straetemans, die sich dafür einsetzen will, dass man „wieder gemeinsam an einem Strang” zieht. Den „negativen Schwingungen in Stadt und Stadtspitze” will Simon Zechmeister mit seiner „ruhigen Art” entgegenwirken und dem Leerstand in der Altstadt den Kampf ansagen. Dafür hat er Simone Kunze und David Rodriguez als Mitstreiter, deren Herzen für die Altstadt schlagen, wie sie betonten.
Für Windkraft und Energie will Matthias Helm seine berufliche Expertise einbringen. Hubertus Saule, Dr. Sebastian Müller und Johanna Allraun wollen sich dafür einsetzen, dass Bad Windsheim eine lebens- und liebenswerte Stadt bleibt und auch für junge Menschen und Familien etwas getan wird.
Zuhören und aufeinander zugehen, das bedeutet für Alexandra Holzmann „gute Politik”. Das Ehrenamt schützen und stärken wollen Willi Kirchberger und Tobias Ackermann. „Verstand, Herz, Weitblick, Vertrauen, Mut und Zuversicht”, sind für Oliver Fink unabdinglich. Dr. Jutta Backer-Isert will sich für die Städtepartnerschaften einsetzen.
Für ein Schmunzeln bei den Besucherinnen und Besuchern sorgte die 33-jährige Lenkersheimerin Sabrina Döbler. Sie wolle „für frischen Wind” in der CSU-Fraktion sorgen. „Ich bin jung und weiblich.” In den letzten Jahren habe „die Kultur sehr gelitten”, fand Hans Jürgen Witzig. Werde er gewählt, werde er sich dafür einsetzen, dass es wieder mehr kulturelle Veranstaltungen, gerade auch für die Jugend, geben wird.
Johannes Gerhäuser erinnerte abschließend daran, dass Demokratie nicht selbstverständlich sei. Jeder und jede solle sich dieses Privilegs bewusst sein. Er appellierte: „Geht alle zur Wahl!”
Alle Altersangaben beziehen sich auf den Wahltag.