Trotz der Festlegung der Union auf Ilse Aigner als Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl nimmt Kanzler Friedrich Merz (CDU) ihren Namen weiterhin nicht in den Mund. „Wir haben in der CDU verabredet, mit der CSU, dass wir ein Verfahren einhalten“, sagte Merz nach einem Bericht der „Westfalenpost“ am Freitagabend bei einer Veranstaltung der Zeitung in Hagen. „Ich halte mich, vielleicht als einer der wenigen, an die verabredeten Verfahren.“
Er betonte auch: „Ich habe eine Festlegung getroffen. Ich finde, es ist jetzt an der Zeit, eine Frau zur Bundespräsidentin zu wählen.“ Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren hochrangigen Quellen der Union will Merz Aigner den CDU-Führungsgremien offiziell vorschlagen, die am Sonntag und Montag in Berlin tagen.
Im Fall ihrer Wahl am 30. Januar wäre die 61-Jährige die erste Bundespräsidentin in der Geschichte der Bundesrepublik.
© dpa-infocom, dpa:261107-930-958409/1