Laster sollen auf die neue Feuchtwanger Westtangente | FLZ.de

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Veröffentlicht am 06.07.2023 20:00

Laster sollen auf die neue Feuchtwanger Westtangente

Der neue Vorwegweiser an der Bundesstraße 25 in Feuchtwangens Süden weist die Verkehrsteilnehmer darauf hin, dass sie in „alle Richtungen“ – außer ins Stadtzentrum und nach Bechhofen – gelangen, wenn sie am Kreisverkehr nach links auf die Westtangente abbiegen. Ein analoges Schild vor dem Kreisel im Norden steht hingegen noch nicht. Es wird erst nach der Erschließung des Industriegebiets West II aufgestellt. (Foto: Peter Zumach)
Der neue Vorwegweiser an der Bundesstraße 25 in Feuchtwangens Süden weist die Verkehrsteilnehmer darauf hin, dass sie in „alle Richtungen“ – außer ins Stadtzentrum und nach Bechhofen – gelangen, wenn sie am Kreisverkehr nach links auf die Westtangente abbiegen. Ein analoges Schild vor dem Kreisel im Norden steht hingegen noch nicht. Es wird erst nach der Erschließung des Industriegebiets West II aufgestellt. (Foto: Peter Zumach)
Der neue Vorwegweiser an der Bundesstraße 25 in Feuchtwangens Süden weist die Verkehrsteilnehmer darauf hin, dass sie in „alle Richtungen“ – außer ins Stadtzentrum und nach Bechhofen – gelangen, wenn sie am Kreisverkehr nach links auf die Westtangente abbiegen. Ein analoges Schild vor dem Kreisel im Norden steht hingegen noch nicht. Es wird erst nach der Erschließung des Industriegebiets West II aufgestellt. (Foto: Peter Zumach)

Schon gleich nach Freigabe der Westtangente Anfang Juni waren Klagen zu vernehmen, weil Lkw-Fahrer weiter auf der B25 durch Feuchtwangen fahren, anstatt die neue Umgehung zu nutzen. Nun hat der Bau- und Verkehrsausschuss beschlossen, über Maßnahmen zur Lenkung der Fahrzeuge zu befinden, sobald das Ergebnis einer Erhebung im Herbst vorliegt.

Hintergrund der Diskussion war ein Antrag der „Wir“/Grüne-Fraktion: Demnach soll der Verkehr auf der Bundesstraße sowie auf der Tangente erfasst und vorrangig die Verlagerung schwerer Fahrzeuge regelmäßig dokumentiert werden. Zudem soll die Verwaltung in Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt weitere Möglichkeiten prüfen, um durchfahrende Brummis auf die Umgehungsstraße zu bringen.

Während die Dinkelsbühler beziehungsweise die Crailsheimer Straße weiterhin als Bundesstraße ausgewiesen bleiben, setze die neue Beschilderung zwar den Vorrang auf die Tangente. Doch das genügt nach Meinung der Grünen nicht, um die neue Straße für den Schwerverkehr attraktiver zu machen. Da wären zum Beispiel Radwege an der B25 hilfreich, um die Fahrspuren zu verengen. Indes lehnt die Fraktion eine schikanöse Ampelschaltung an der Ortsdurchfahrt ab.

Für neue Beschilderung 221.000 Euro investiert

Für die Beschilderung der Westtangente hat die Stadt insgesamt 221.000 Euro ausgegeben, die Arbeiten wurden seinerzeit in nichtöffentlicher Sitzung vergeben. Jetzt steht vor dem Kreisverkehr im Süden eine neue Hinweistafel, die den Verkehr – mit Ausnahme zu Feuchtwangens Zentrum sowie nach Bechhofen – in „alle Richtungen“ auf die Umgehung führen soll.

Aktuell fehlt aber ein vergleichbarer Vorwegweiser vor dem Kreisel der B25 mit der Staatsstraße 1066 im Norden. Hier befindet sich nach wie vor das alte Schild, das die in Richtung Dinkelsbühl fahrenden Verkehrsteilnehmer auf der Bundesstraße durch die Stadt lenkt.

Dazu erklärte der bei der Verwaltung zuständige Thomas Schmidt auf Nachfrage der FLZ, für den Standort im Norden gebe es ebenfalls schon einen neuen Vorwegweiser. Allerdings sei dieser wegen der Erschließung des Industriegebiets West II eingelagert und noch nicht aufgestellt. Als Grund dafür nannte er, dass die teure Tafel bei den Arbeiten keinen Schaden nehmen solle. Die Beschilderung direkt am nördlichen Kreisel sei jedoch schon auf dem neuesten Stand.

Entwicklung braucht mehrere Jahre

In der Ausschusssitzung am Mittwoch bezeichnete es Bürgermeister Patrick Ruh als „auffällig, dass einige Leute schon eine Woche nach Eröffnung der Westtangente nach Erfolgswerten gefragt haben“. Dabei gehe es hier um Entwicklungen, „die sich zwei bis drei Jahre hinziehen“. Auch in den Navis sei die neue Umgehung „noch nicht drin“. Gleichwohl sei er sicher, dass sich der Verkehr „aufteilen wird“. Auch habe er Informationen, dass Lkw-Fahrer die nun sehr viel einfachere Zufahrt zum Industriegebiet West schätzten.

Ergänzend dazu meinte Thomas Schmidt, laut Absprache mit dem Staatlichen Bauamt mache eine Erhebung der Verkehrsflüsse erst später Sinn. Wenngleich die Experten bei der Behörde eine Zählung nach einem halben Jahr als noch zu früh bewerteten, sollte diese für Oktober oder November veranlasst werden.

Alle Möglichkeiten ausschöpfen

Dass die „Wir“/Grünen-Stadträte im Vorfeld wegen der Zerstörung des Naherholungsgebiets stets gegen die Tangente gewesen waren, räumte Joachim Gutekunst ein. Nachdem die Straße jetzt aber gebaut ist, seien alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die B25-Anlieger zu entlasten. Und dies müsse zügig geschehen, bekräftigte sein Fraktionskollege Wolfgang Hauf, der berichtete, dass wegen einer Sperrung der Autobahn unlängst wieder viele Lkw durch die Stadt gerollt seien.

Schließlich entschied das Gremium einstimmig, die Erhebung im Herbst abzuwarten und dann über weitere Maßnahmen zu beraten. Zuvor hatte Thomas Heidecker (UB) empfohlen, nach einem weiteren halben Jahr erneut die Fahrzeuge auf der Tangente und der B25 zu zählen.

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