In Pilsen schießt Hanna Bühlmeyer mit mehr Mut und Überzeugung | FLZ.de

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Veröffentlicht am 15.06.2025 18:00

In Pilsen schießt Hanna Bühlmeyer mit mehr Mut und Überzeugung

„Die Leistung war für mich in Ordnung“: Hanna Bühlmeyer beim Weltcup in München. (Foto: Deutscher Schützenbund)
„Die Leistung war für mich in Ordnung“: Hanna Bühlmeyer beim Weltcup in München. (Foto: Deutscher Schützenbund)
„Die Leistung war für mich in Ordnung“: Hanna Bühlmeyer beim Weltcup in München. (Foto: Deutscher Schützenbund)

Vom Weltcup in München ging es für Hanna Bühlmeyer direkt weiter zur Rifle Trophy nach Pilsen. Dort traf die Sportschützin aus Frankenhofen besser und gewann den Luftgewehrwettbewerb.

Anders als in München war in Tschechien das Feld auf Europa beschränkt. Mit starken 631,0 Ringen (104,0, 105,6, 106,5, 105,9, 104,0, 105,0) setzte sich Bühlmeyer in der Qualifikation an die Spitze und verteidigte diese Position auch im Finale gegen Barbora Dubska (Tschechien). Eine 10,7 und eine 10,8 brachten Bühlmeyer am Ende den entscheidenden Vorteil.

Im Mixed schwächelt der Partner

„Anders als noch beim Weltcup habe ich den Wettkampf in Pilsen mit mehr Mut und Überzeugung geschossen“, berichtet Bühlmeyer, die auch im Kleinkaliberwettbewerb besser abschnitt. Mit guten 587 Ringen zog sie als Siebte ins Finale ein, das sie auf Rang sechs abschloss.

Im Luftgewehr-Mixed verpasste Bühlmeyer an der Seite von Bastian Blos die Medaillenmatches. Das lag aber nicht an ihr, denn 316,1 Ringe bedeuteten das beste Einzelergebnis der Qualifikation. Ihr Partner aus Solingen (308,6) konnte da nicht ganz mithalten. 624,7 Ringe ergaben für Deutschland II Platz sieben.

In München fällt ein Weltrekord

Das Programm in München endete für Bühlmeyer mit dem Kleinkaliber-Dreistellungskampf. Bei schwierigen Bedingungen erzielte sie in den drei Anschlagsarten insgesamt 579 Ringe (liegend 191, kniend 196, stehend 192). Kein schlechtes Ergebnis, aber unter großer internationaler Konkurrenz nicht genug, um ins Hauptfeld einzuziehen. Beste deutsche Teilnehmerin war Anna Janßen (Freising), der selbst 588 Ringe in der Qualifikation nicht reichten, um ins Finale zu kommen. Gold ging an die überragende Norwegerin Jeanette Hegg Duestad.

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Auf Platz 66 in der Weltrangliste

Auf welch enorm hohem Niveau auf der Olympiaschießanlage in Hochbrück geschossen wurde, bekam Bühlmeyer schon im Luftgewehrwettbewerb zu spüren. „Die Leistung war für mich in Ordnung. Aber in so einem Feld, wo so hoch geschossen wird, sieht die Platzierung schlechter aus, als es für mich war“, so Bühlmeyer. Mit 628,8 Ringen hatte die 28-Jährige Platz 55 belegt.

Ganz vorne stand die Chinesin Zifei Wang, die in der Qualifikation einen Weltrekord aufstellte (637,9) und reichlich Punkte für die Weltrangliste sammelte. In der wird Bühlmeyer als viertbeste Deutsche aktuell auf Platz 66 geführt.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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