Hybride Bedrohung erreicht „nie gekanntes Level“ | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.08.2026 12:00

Hybride Bedrohung erreicht „nie gekanntes Level“

Bayerns Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum soll den Schutz vor Bedrohungen aus der Luft erhöhen. Die jüngsten Vofälle am Leipziger Flughafen zeigen, wie hoch die Bedrohungslage ist. (Archivbild) (Foto: Peter Kneffel/dpa)
Bayerns Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum soll den Schutz vor Bedrohungen aus der Luft erhöhen. Die jüngsten Vofälle am Leipziger Flughafen zeigen, wie hoch die Bedrohungslage ist. (Archivbild) (Foto: Peter Kneffel/dpa)
Bayerns Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum soll den Schutz vor Bedrohungen aus der Luft erhöhen. Die jüngsten Vofälle am Leipziger Flughafen zeigen, wie hoch die Bedrohungslage ist. (Archivbild) (Foto: Peter Kneffel/dpa)

Die Bedrohungslage durch Cyberangriffe, Desinformation und Spionage machen auch den Sicherheitsbehörden in Bayern immer mehr zu schaffen. Die hybride Bedrohung der Gesellschaft habe ein nie gekanntes Level erreicht, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München bei der Vorstellung von Verfassungsschutzinformationen für das erste Halbjahr 2026. 

Autoritäre Staaten, inländische und ausländische Extremisten 

„Auch in den ersten sechs Monaten dieses Jahres konnten zahlreiche Aktivitäten von inländischen Extremisten und ausländischen Akteuren festgestellt werden, die unsere Demokratie mit unterschiedlichsten Methoden und Zielsetzungen angreifen“, sagte der Minister. 

Bei der hybriden Bedrohung zeige sich eine besonders besorgniserregende Entwicklung. Autoritäre Staaten würden zunehmend illegale geheimdienstliche Mittel einsetzen und gezielt gegen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und die sogenannte kritische Infrastruktur richten, erklärte Herrmann. 

Leipzig zeigt „neue Gefahrenqualität“

„Wie weit Akteure hierbei bereit sind zu gehen, zeigt der jüngste Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle“, so Herrmann. „Eine mit Sprengstoff ausgestattete Drohne, die über einem bedeutenden Drehkreuz des Luft- und Frachtverkehrs kreist, stellt eine neue Gefahrenqualität dar, auch wenn jetzt noch nicht klar ist, wer hinter der Tat steckt.“

Bedrohungen durch Terror von Rechts, Links und von Islamisten 

Auch von extremistischer Seite sei die Bedrohungslage unverändert hoch. Dies gelte für islamistisch motivierten Terrorismus ebenso wie für Rechts- und Linksextremismus. Auf derartige Bedrohungen müsse der Rechtsstaat eine schnelle und wirksame Antwort geben, so Herrmann. „Denn wenn das Vertrauen der Bevölkerung in das staatliche Sicherheitsversprechen schwindet, droht die Akzeptanz des Rechtsstaates zu erodieren.“

© dpa-infocom, dpa:260807-930-497412/1


Von dpa
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