Hantavirus-Ausbruch: Zweiter Verdachtsfall in Spanien | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.05.2026 02:50, aktualisiert am 09.05.2026 11:27

Hantavirus-Ausbruch: Zweiter Verdachtsfall in Spanien

Der Staatssekretär für Gesundheit, Javier Padilla, informiert bei einer Pressekonferenz über Maßnahmen zur Vermeidung der Ausbreitung des Hantavirus. (Foto: Carlos Luján/EUROPA PRESS/dpa)
Der Staatssekretär für Gesundheit, Javier Padilla, informiert bei einer Pressekonferenz über Maßnahmen zur Vermeidung der Ausbreitung des Hantavirus. (Foto: Carlos Luján/EUROPA PRESS/dpa)
Der Staatssekretär für Gesundheit, Javier Padilla, informiert bei einer Pressekonferenz über Maßnahmen zur Vermeidung der Ausbreitung des Hantavirus. (Foto: Carlos Luján/EUROPA PRESS/dpa)

In Spanien ist eine zweite Frau wegen des Verdachts einer Infektion mit dem Andes-Hantavirus identifiziert worden. Sie habe in der KLM-Maschine gesessen, mit der die später gestorbene Niederländerin nach dem Verlassen des Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ Ende April von Johannesburg nach Amsterdam fliegen wollte. 

Die betroffene Frau lebe in Katalonien und sei vorsorglich zur Quarantäne in ein Krankenhaus eingewiesen worden, teilte das spanische Gesundheitsministerium am späten Freitagabend auf der Plattform X weiter mit. Sie weise jedoch keine Krankheitssymptome auf.

Ergebnis möglicher PCR-Tests bislang nicht bekannt

Zuvor war am Freitag bereits eine Frau in Alicante mit leichten Krankheitssymptomen zur Isolation in ein Krankenhaus gebracht worden, die in demselben KLM-Flugzeug gewesen sei. Sie habe zwei Reihen hinter der am Hantavirus erkrankten Niederländerin gesessen, teilte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Javier Padilla, mit. Sie habe leichten Husten und weise damit mögliche Krankheitssymptome auf. Das Ergebnis möglicher PCR-Tests bei beiden Frauen wurde zunächst nicht bekannt.

Die erkrankte Niederländerin hatte eine Kreuzfahrt mit der „Hondius“ auf St. Helena abgebrochen, nachdem ihr Mann an Bord gestorben war. Am 24. April flog sie mit dem Leichnam nach Südafrika und versuchte am folgenden Tag vergeblich, in die Heimat zurückzukehren. Sie saß bereits mit anderen Passagieren im Flugzeug, wurde aber kurz vor dem Start wegen ihres schlechten Gesundheitszustands aus dem Flugzeug geholt und starb kurz darauf in einem Krankenhaus.

Weitere Flugzeuginsassin zurück in Heimatland

Die spanischen Behörden berichteten noch von einer weiteren Person, die mit demselben Flug gereist sei. Die Südafrikanerin habe eine Woche in Barcelona verbracht und sei anschließend in ihr Heimatland zurückgekehrt, sagte Padilla. Gesundheitsministerin Mónica García schrieb auf X, die Frau sei symptomfrei und habe in Barcelona keinen engen Kontakt zu anderen Menschen gehabt. 

Eine Stewardess des KLM-Fluges von Johannesburg nach Amsterdam, die ebenfalls Kontakt zu der gestorbenen Niederländerin hatte, wurde inzwischen wieder aus einem Krankenhaus entlassen. Sie sei nicht infiziert, teilte das niederländische Gesundheitsministerium mit.

© dpa-infocom, dpa:260509-930-55743/2


Von dpa
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