Hand vor dem Mund: In der Bundesliga nur Gelb statt Rot | FLZ.de

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 28.07.2026 15:00

Hand vor dem Mund: In der Bundesliga nur Gelb statt Rot

Felix Zwayer war bei der WM einziger deutscher Schiedsrichter. (Archivbild) (Foto: Manu Fernandez/AP/dpa)
Felix Zwayer war bei der WM einziger deutscher Schiedsrichter. (Archivbild) (Foto: Manu Fernandez/AP/dpa)
Felix Zwayer war bei der WM einziger deutscher Schiedsrichter. (Archivbild) (Foto: Manu Fernandez/AP/dpa)

In der Fußball-Bundesliga soll es nur die Gelbe Karte geben, wenn ein Spieler in einer Konfrontation mit dem Gegner die Hand vor den eigenen Mund hält. Das haben die DFB-Schiedsrichter-GmbH um Geschäftsführer Knut Kircher und die sogenannte Kommission Fußball der Bundesliga entschieden, wie der DFB der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage bestätigte. Zunächst hatte die „Bild“ darüber berichtet.

Bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada war dieses Vergehen mit einer Roten Karte geahndet worden. Paraguays Miguel Almirón sowie Piero Hincapié von Ecuador wurden deswegen des Feldes verwiesen. Eckbälle sollen im deutschen Profifußball - anders als bei der WM - nicht vom Video Assistant Referee (VAR) überprüft werden können.

Andere WM-Regeln sollen für die Bundesliga genauso umgesetzt werden wie beim XXL-Turnier in Amerika:

Verkündete Regeländerungen zur neuen Saison:

  • Nicht nur, wenn der Torhüter den Ball zu lange in der Hand hält, gibt es wie bisher bereits einen Countdown. Auch bei Einwürfen und Abstößen kann der Schiedsrichter nun fünf Sekunden per Hand herunterzählen. Wird das Spiel bis dahin nicht fortgesetzt, geht der Ballbesitz ans gegnerische Team. Auch bei Auswechslungen müssen sich die Mannschaften ab sofort beeilen - oder es in Kauf nehmen, eine Minute in Unterzahl weiterzuspielen.
  • Wird ein Spieler auf dem Feld behandelt oder das Spiel deswegen unterbrochen, muss er den Platz verlassen und darf erst nach einer Minute wieder zurückkehren. Heißt: Künftig dürften sich die Profis genau überlegen, ob und wie schnell sie wieder aufstehen oder eben tatsächlich Unterstützung durch das medizinische Personal nötig ist. Die Regel soll Zeitspiel in Form von simulierten Verletzungen vorbeugen. Behandlungen nach einem Zusammenprall, nach Kopfverletzungen oder nach Fouls, die eine Karte zur Folge haben, sind davon ausgeschlossen.
  • Der Video-Assistent durfte bei der WM die jeweils zweite Gelbe Karte eines Spielers überprüfen, die zu einem Platzverweis führte. Diese Überprüfung ist verpflichtend, kommt also auch in der 1. und 2. Bundesliga.

© dpa-infocom, dpa:260728-930-450509/1


Von dpa
north