Große Ehre für Wilburgstettener: Simon Launer ist „Forstunternehmer des Jahres” | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.07.2026 09:43

Große Ehre für Wilburgstettener: Simon Launer ist „Forstunternehmer des Jahres”

Firmenchef Simon Launer (rechts) und sein Vater Thomas Launer (links) bei der Waldarbeit<br> (Foto: Peter Tippl)
Firmenchef Simon Launer (rechts) und sein Vater Thomas Launer (links) bei der Waldarbeit
(Foto: Peter Tippl)
Firmenchef Simon Launer (rechts) und sein Vater Thomas Launer (links) bei der Waldarbeit
(Foto: Peter Tippl)

Der Titel „Forstunternehmer des Jahres“ in Deutschland geht 2026 in den Landkreis Ansbach. Die Firma Forsttechnik Launer aus dem Wilburgstettener Ortsteil Villersbronn hatte es ins Finale um den „Deutschen Waldpreis“ geschafft und nun gewonnen.

Das Ergebnis der Jurysitzung gab der Deutsche Landwirtschaftsverlag (DLV) am 10. Juli in einer Pressemitteilung bekannt. In drei Kategorien, Försterin oder Förster des Jahres, Waldbesitzerin oder Waldbesitzer des Jahres und Forstunternehmerin oder Forstunternehmer des Jahres, wird der oder die Beste von der Plattform Forst- und Waldwirtschaft des DLV einmal jährlich ermittelt.

Jeweils drei Betriebe oder Persönlichkeiten hatten sich in diesen Kategorien für die Endausscheidung qualifiziert und unter den drei Finalisten für Forstwirtschaft war der 28-jährige Simon Launer aus Villersbronn. Dessen Betrieb hat seine Mutter Marina Launer im Nebenerwerb vor 20 Jahren gegründet und mit ihrem Ehemann Thomas Launer sukzessive aufgebaut.

Fürs Foto gings ab in die Fahrgasse des goldgelben Gerstenfeldes. Für eine gute Ernte fehlt besonders eines: der Regen. (Foto: Antonia Müller)
Fürs Foto gings ab in die Fahrgasse des goldgelben Gerstenfeldes. Für eine gute Ernte fehlt besonders eines: der Regen. (Foto: Antonia Müller)

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Vor sechs Jahren stieg Simon Launer in den Familienbetrieb ein

Ganz klassisch mit motormanueller Holzernte und Rückung der Holzstämme mittels Traktor. Im Kern blieb diese Aufgabenstellung gleich, aber vor sechs Jahren stieg Sohn Simon Launer in das Unternehmen ein und der Forstbetrieb wurde zum Haupterwerb umstrukturiert. Fünf Fachkräfte, ausgebildete Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister, arbeiten im Unternehmen mit.

Kontinuität und Stabilität sind die Prämisse für Simon Launer, nicht „höher, weiter, schneller“, sondern mit leichten, wendigen Maschinen so bodenschonend wie möglich und rücksichtnehmend auf den Bestand und Aufwuchs die anfallenden Arbeiten im Forst auszuführen. Dem geschuldet startete Simon Launer mit einem relativ kleinen und wendigen Harvester, einem Holzvollernter, aus schwedischer Produktion.

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Schmale, leichte Maschinen, damit empfindliche Flächen oder Naturaufwuchs geschont werden und gleichzeitig effizient Holz geerntet werden kann, sind Launers Ansatz. Dazu wird durch diese Arbeitsweise der Boden geschont. Hier hat Simon Launer eine klare Meinung: Wenn es zu nass ist oder die Bodenverhältnisse schlecht sind, wird nicht gearbeitet.

Mittelfränkische Meisterschaften ausgetragen

Im Betrieb werden neben der klassischen Holzernte auch Neuanpflanzungen durchgeführt, Zaun- und Wegebau, Motorsägenkurse werden angeboten. Auch öffentlichkeitswirksam ist die Firma Launer unterwegs, denn bereits vier Mal wurden Mittelfränkische Waldarbeitsmeisterschaften ausgetragen und in diesem Jahr wird am Samstag, 1. August, und Sonntag, 2. August, die Bayerische Waldarbeitsmeisterschaft auf dem Festplatz in Villersbronn ausgetragen.

Sicher wieder ein Publikumsmagnet, aber zuvor freute sich Simon Launer auf den 9. Juli. Mit Spannung erwartete auch er die Entscheidung in Berlin. Von dort kam nun die erfreuliche Nachricht: Nun darf sich Launer „Forstunternehmer des Jahres” bezeichnen. Für seinen Betrieb fand die Jury viele lobende Worte:

”Simon Launer hat seinen Familienbetrieb zu einem spezialisierten Forstunternehmen mit Fokus auf bodenschonende, angepasste Technik entwickelt. Statt großer Maschinen setzt Launer Forsttechnik auf leichte, wendige Harvester und Forwarder, die besonders in sensiblen Beständen präzise arbeiten können.”

Hinter diesem Stall (im Foto rechts) befindet sich ein Acker, der Landschaftsschutzgebiet ist. Armin Nürnberger von Möck Milch würde dort gern seinen Betrieb erweitern.  (Foto: Anna Beigel)
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Dieser Deutsche Waldpreis macht Menschen sichtbar, heißt es von der Jury, die sich mit besonderem Einsatz für Wald, Forstwirtschaft und nachhaltige Waldentwicklung engagiert.

Hinweis der Redaktion: Dieser Text wurde erstmals am 4.6.2026 publiziert und nach dem Juryentscheid aktualisiert.


Von Peter Tippl
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