Fußballprofi Julian Gressel lebt seit vielen Jahren in den USA. Der gebürtige Neustädter ist mittlerweile amerikanischer Staatsbürger. Die Fußball-WM 2026 in seiner zweiten Heimat begleitet er als FLZ-Experte für unsere Leser in einer kleinen Kolumne. Diesmal geht es um Deutschlands 2. Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste.
Die US-Boys haben es vorgemacht und Deutschland hat nachgezogen: Beide sind als Gruppensieger ins Sechzehntelfinale eingezogen. Das freut mich sehr.
Gegen die Elfenbeinküste hat es ein bisschen gedauert, aber am Ende des Tages ist ein Sieg ein Sieg. Ich glaube, in emotionaler Weise war es richtig gut, weil es sich schon wie ein K.o.-Spiel angefühlt hat, in dem man lange hintenliegt, ausgleicht, dann pusht, pusht, pusht und spät noch das entscheidende Tor macht.
Somit war es ein guter Test. Curacao war ein zu einfacher Gegner, den man locker besiegt hat. Diesen Sieg musste sich Deutschland erarbeiten. Die Partie war bis in die letzten Minuten offen und es wurden auch die Spieler von der Bank wichtig.
Undav war mit zwei Jokertoren natürlich der Matchwinner. Der Bundestrainer sollte da nichts ändern. Undav sollte weiter von der Bank kommen. Daneben war Nmecha überragend. Er wird mit Riesenselbstbewusstsein die nächsten Spiele angehen, was richtig hilft.
Eigentlich ganz gut gefällt mir, dass wir noch nicht bei 100 Prozent sind in den letzten Aktionen. Ich hoffe, da sind bald die letzten Ladehemmungen raus. Dann werden wir noch mehr Florian Wirtz, Jamal Musiala und Leroy Sané sehen.
Gegen Ecuador haben wir jetzt ein Spiel frei sozusagen. Dann geht es richtig los.