In der zweiten Saison nach dem Aufstieg in die Fußball-Regionalliga hat die SpVgg Ansbach in Sachen Klassenerhalt einen Zahn zugelegt. Bereits am vorletzten Spieltag wurde das Saisonziel diesmal erreicht. Im letzten Saisonheimspiel gab es ein 3:1 über den FC Schweinfurt.
Anders als im Vorjahr bleibt den nullneunern also der enervierende Gang in die Relegation erspart und sie genießen eine Sommerpause, die diesen Namen auch verdient. Vor dem Urlaub allerdings steht im Saisonfinale an Pfingsten noch der Ausflug zu Viktoria Aschaffenburg bevor.
Abschiednehmen hieß es im Heimspiel gegen Schweinfurt von Trainer Marc Reitmaier. Das fiel den Ansbachern nicht besonders schwer, hatten sie doch in den vergangenen Jahren oft große Probleme mit den von Reitmaier betreuten Mannschaften (Schweinfurt, Würzburger FV).
Diesmal allerdings war der 41-Jährige, der den FC zum Saisonende verlässt, kein Partycrasher. Das Hinspiel hatte Schweinfurt nach zwei Toren innerhalb der ersten zehn Minuten 2:0 gewonnen.
Für das Heimspielfinale holte SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber gegenüber dem 4:1-Erfolg über den TSV AubstadtLukas Oberseider und Jonas Sauerstein für Tom Abadjiew und Christian Kestel in die Startelf.
Ansbach übernahm die Initiative und erspielte sich eine ganze Reihe guter Gelegenheiten, doch weder Michael Sperr noch Niklas Seefried konnten FC-Keeper Nico Stephan überwinden, der auch in der 38. Minute die bis dahin beste Ansbacher Möglichkeit zunichte machte, indem er dem noch einmal und noch einmal die vermeintlich bessere Abschlussposition suchenden Sperr den Ball vom Fuß schnappte.
Die Strafe für das fahrlässige Auslassen der Torgelegenheiten folgte Sekunden später in Person von Kristian Böhnlein, der die Gäste mit einem Schlenzer aus etwa 20 Metern in Führung brachte. Ein glückliches Tor, denn der Ball prallte vom Rücken des Ansbacher Keepers Heiko Schiefer ins Netz.
Noch vor der Pause gelang den nullneunern die Antwort. Auf Vorlage von Patrick Kroiß, der eine Menge guter Pässe spielte, setzte Riko Manz den Ball in die Maschen. Der Schlusspunkt einer sehr unterhaltsamen ersten Halbzeit.
Zur zweiten Hälfte kam Schweinfurt mit dem 39-jährigen Adam Jabiri im Sturmzentrum, der die SpVgg-Innenverteidiger mit seiner ganzen Erfahrung beschäftigte.
Beim Toreschießen erhielten die bis dahin erfolglosen Ansbacher Angreifer unverhofft Unterstützung der Gäste, denn nach schöner Flanke von Michael Belzner köpfte FC-Verteidiger Tom Feulner den Ball ins eigene Tor (68.).
Die Entscheidung besorgten die Ansbacher dann selbst. Nach einem weiten Ball gelang Niklas Seefried das 3:1.
SpVgg Ansbach: Schiefer - Belzner (81. Haag), Oberseider, Brekner, Manz - Niklas Seefried, Dietrich, Sauerstein (76. Kestel), Schmidt (81. Frisch) - Sperr (66. Wagner), Kroiß.
FC Schweinfurt: Stephan – Mahmuti, Frisorger, Trslic (46. Jabiri), Piwernetz (64. Aksu) – Feulner (81. Doktorczyk), Böhnlein – Sturm, Istrefi (78. Anapak-Baka), N’gatie – Bozesan (81. Wehner).
Tore: 0:1 Böhnlein (39.), 1:1 Manz (44.), 2:1 Feulner (66./Eigentor), 3:1 Niklas Seefried (76.).
Gelb: Schiefer, Haag - N’gatie
Schiedsrichter:Maximilian Riedel (FC Horgau).
Zuschauer: 1027.