Ein bedachter Einsatz oder ein massives Eindringen des Bundeskriminalamtes (BKA) in ein Seniorenheim in Feuchtwangen? Zwei Tage nach der Festnahme eines Mannes, der Verbindungen zu Al-Qaida haben soll, sind die Wahrnehmungen unterschiedlich. Auch stellt sich die Frage, warum die Polizei den Einsatz zunächst nicht bestätigte.
Der Donnerstagvormittag war kurios. Bei der FLZ hatten sich Zeugen gemeldet, die detailreich von einem großen Polizeieinsatz am Mittwoch berichtet hatten. Maskierte Kräfte sollen ins Heim in der Wilhelm-Schaudig-Straße eingedrungen sein. Polizeiwagen hätten rund um die Einrichtung geparkt. Auf Anfrage der FLZ gab die Polizei Feuchtwangen an, dass sie von nichts wisse.
Erst am Nachmittag wurden Hintergründe klar: Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main bestätigte, dass sie den Einsatz des BKA in Auftrag gegeben hatte. Ein Mann war wegen „Verdacht der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung” festgenommen worden. Konkret wirft die Staatsanwaltschaft dem 48-Jährigen vor, offizielle Al-Qaida-Propagandaveröffentlichungen übersetzt zu haben.
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