Die Leader-Region „Region an der Romantischen Straße“ war Gastgeberin einer internationalen Exkursion. Die Teilnehmenden informierten sich über innovative Ansätze zur nachhaltigen Regionalentwicklung. Eine Station war Feuchtwangen mit dem KulturKino und dem Nixel-Areal – beides Projekte, die mit Leader-Fördermitteln realisiert wurden.
Das KulturKino beeindruckte die Gäste aus ganz Europa mit seiner gelungenen Verbindung aus historischem Charme und modernem Kulturangebot, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Feuchtwangens Rathaus. Die Stadt hat die ehemaligen Regina-Lichtspiele aufwendig sanieren lassen. Der Verein KulturKino kümmert sich um den Betrieb.
An vier Tagen in der Woche werden Filme gezeigt. Das Programm wird durch Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen und weitere kulturelle Veranstaltungen ergänzt. Damit sei das KulturKino ein Beispiel dafür, wie mit gezielter Förderung und ehrenamtlichem Engagement ein Ort entstehen könne, der Gemeinschaft stifte und die kulturelle Vielfalt weiterentwickle.
Das Nixel-Areal nutzen die Kreuzgangspiele Feuchtwangen als zweite Spielstätte für Kinder- und Jugendtheater sowie Nischenprojekte. Es gibt zwei Bühnen – eine in der Scheune und eine im Garten –, eine Künstlergarderobe und einen Raum für theaterpädagogische Arbeit. „Aus einer improvisierten Kleinstätte hat sich die Nixel-Bühne innerhalb von nur fünf Jahren in eine zweite vollwertige, professionelle Spielstätte unserer Kreuzgangspiele entwickelt“, erklärte Kulturbüro-Leiterin Dr. Maria Wüstenhagen laut der Pressemitteilung. Bürgermeister Patrick Ruh und dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer ergänzten: „Mit der Nixel-Bühne schaffen wir nicht nur kulturelle Angebote, sondern vor allem auch kreative Lernräume für junge Menschen.”
Ruh und Lindörfer informierten die internationalen Gäste über den Projektverlauf aus kommunaler Sicht und die gezielte Nutzung von Fördermitteln. „Ohne finanzielle Unterstützungen sind solche Projekte nicht umsetzbar“, betonte Ruh.
Die internationalen Gäste besuchten außerdem die Mosterei des Obst- und Gartenbauvereins Feuchtwangen im Stadtteil Aichenzell sowie das Veranstaltungs-Café Schneider im Stadtteil Vorderbreitenthann.
Mit der Exkursion konnte „ein starkes Zeichen für den grenzüberschreitenden Austausch im ländlichen Raum” gesetzt werden, so dritter Bürgermeister Lindörfer, der zudem Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „Region an der Romantischen Straße” ist, abschließend.