Ein alltäglicher Fall ist das auch für die Neustädter Polizei nicht. Am Freitag war ein Mann mit einem Metall-Detektor in einem Wald bei Sugenheim auf der Suche nach Schätzen. Doch statt Gold und Silber fand er Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Aber nein, die Polizei informierte er nicht, vielmehr begann er zu buddeln. Es folgte ein „Himmelfahrtskommando“.
Piieep, pieep: Der Metall-Detektor schlägt an. Der Mann schaut, was denn da Metallenes im Boden liegt. Ein bisschen verwittert ist es. Er blickt genauer hin. Könnte Munition sein, denkt er sich. Wem in diesem Moment sein Leben etwas bedeutet, der greift zum Telefon und wählt die 110. Im Sugenheimer Fall aber beginnt der Schatzsucher zu graben. Stück um Stück holt er aus dem Boden. 70 Flak-Granaten werden es am Ende sein, berichtet die Polizei. Neun Zentimeter lang, zwei Zentimeter im Durchmesser.
Der Finder packt sie in eine Kiste, verstaut alles im Auto, steigt ein und fährt los – 17 Kilometer mit sieben Kilogramm reinstem Sprengstoff im Kofferraum. Von Sugenheim nach Neustadt. Jede Unebenheit, jeder Schlag hätte zur Detonation führen können. Denn wie ein Polizist erklärt: Die Munition war scharf.
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