Firma Rauch in Markt Bibart: Spanplattenwerk wechselt Besitzer | FLZ.de

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Veröffentlicht am 12.09.2023 11:17

Firma Rauch in Markt Bibart: Spanplattenwerk wechselt Besitzer

Das Spanplattenwerk in Markt Bibart wechselt den Besitzer: Aus Rauch wird Egger. (Foto: Andreas Reum)
Das Spanplattenwerk in Markt Bibart wechselt den Besitzer: Aus Rauch wird Egger. (Foto: Andreas Reum)
Das Spanplattenwerk in Markt Bibart wechselt den Besitzer: Aus Rauch wird Egger. (Foto: Andreas Reum)

Die österreichische Egger-Gruppe kauft von der Rauch-Gruppe das Markt Bibarter Spanplattenwerk. Der Vertrag wurde am Freitag unterzeichnet, teilte die Egger-Gruppe unserer Redaktion mit.

Der Holzwerkstoffhersteller wird alle 195 Mitarbeitenden des Rauch Spanplattenwerks zum Closing-Zeitpunkt übernehmen, hieß es in der Pressemitteilung. „Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam das Werk Markt Bibart erfolgreich und langfristig weiterentwickeln werden“, so Thomas Leissing, als Sprecher der Egger-Gruppenleitung.

Weiterer Rauch-Standort in Freudenberg

Das Spanplattenwerk war seit 1958 im Besitz des Unternehmens Rauch, das seine Zentrale im baden-württembergischen Freudenberg, nahe Miltenberg, hat. Der Markt Bibarter Standort beliefert mittlerweile nicht nur die Mutterfirma Rauch, sondern weitere nationale und internationale Kunden.

„Um langfristig im Spanplattenmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben, bedarf es hoher Erweiterungsinvestitionen“, wird Rauch-CEO Rainer Hirbar zitiert. Die Egger-Gruppe habe „die Kraft, das Potenzial des Standorts Markt Bibart zu heben“.

Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung wird das Spanplattenwerk in Markt Bibart der 22. Produktionsstandort der weltweit tätigen Egger-Gruppe. Über den Kaufpreis und weitere Details gab Egger nichts bekannt.

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„Die langjährige Expertise der Belegschaft in Markt Bibart gemeinsam mit den Synergieeffekten, die sich aus unserer Gruppenpräsenz ergeben, ermöglicht großes Wachstumspotenzial für den Standort“, betonte Leissing.

Egger sieht in Markt Bibart „große Chancen”

Das Werk in Markt Bibart verfügt über Anlagen zur Produktion von Rohspanplatten mit einer Kapazität von bis zu 650.000 Kubikmeter jährlich. Damit sieht Egger „große Chancen, das Geschäftsmodell in Deutschland um Fixmaß-Kunden zu erweitern“. Der neue Besitzer strebt in Hinblick auf Prozesse und Systeme eine rasche Integration des Standorts in die Gruppe an. Zudem prüft der Holzwerkstoffhersteller bereits erste Investitionsvorhaben in Markt Bibart.

Das Familienunternehmen Egger besteht seit 1961 und ist nach eigenem Bekunden „ein international führender Holzwerkstoffhersteller“. Die Mitarbeiterzahl wird mit über 11.000 angegeben. Produktionsstandorte habe man in Europa und Amerika. Egger ist Komplettanbieter für den Möbel- und Innenausbau, für den konstruktiven Holzbau sowie für holzwerkstoffbasierende Fußböden. Im Geschäftsjahr 2022/23 erwirtschaftete die Egger-Gruppe nach eigenen Angaben einen Umsatz von 4,45 Milliarden Euro.

Das Unternehmen betont, es setze auf nachhaltiges Wirtschaften: Bereits heute stammen 65 Prozent des eingesetzten Holzes aus Recycling oder Nebenprodukten, hieß es in der Mitteilung. Die eigenen Produkte seien wiederum zu einem Großteil recyclingfähig und könnten von Neuem in den Kreislauf eingebracht werden.

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