Finanziell gebeutelte Baywa investiert in Modernisierung des Standorts Ansbach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.02.2026 17:24

Finanziell gebeutelte Baywa investiert in Modernisierung des Standorts Ansbach

Das einstige Autohaus im Ansbacher Stadtteil Neuses wird in den Baustoffhandel integriert. (Foto: Robert Maurer)
Das einstige Autohaus im Ansbacher Stadtteil Neuses wird in den Baustoffhandel integriert. (Foto: Robert Maurer)
Das einstige Autohaus im Ansbacher Stadtteil Neuses wird in den Baustoffhandel integriert. (Foto: Robert Maurer)

Standortbekenntnis der Baywa: Das finanziell angeschlagene Unternehmen investiert in die Niederlassung Ansbach und bindet das angrenzende Autohaus in den Baustoffhandel mit ein.

1,7 Millionen Euro gibt die Baywa AG, im Stadtteil Neuses aus, heißt es in einer Pressemitteilung. Das einstige Autohaus soll demnach zu einem modernen Büro- und Ausstellungsgebäude für Bauelemente sowie Landschafts- und Gartenbau werden, wie Jochen Schneider, Leiter der Standortentwicklung bei Baywa Baustoffe gegenüber der FLZ erklärte. Der Standort Ansbach habe in Mittelfranken durch Umstrukturierungsprozesse zusätzliche Bedeutung gewonnen, sagte Schneider.

Früher einmal war in der Rothenburger Straße das Baywa-Autohaus beheimatet. 2011 zog der Autohändler Kummich aus Bopfingen hier ein. Als Kummich im Herbst 2024 auch die Niederlassung von Opel Franken in der nahegelegenen Würzburger Landstraße übernommen hat, war das Areal in Neuses zunächst ungenutzt. Es gehört der Baywa AG.

Baustoffhandel passt zum Konsolidierungskurs der Baywa

Seit Kurzem herrscht auf dem Areal wieder Betrieb. Arbeitstrupps haben mit den Umbaumaßnahmen begonnen. Die Pavillons und die weiteren Bauten bestehen. Die Gebäude werden aber fit für ihre neue Funktion gemacht. Der größte Vorteil laut Schneider ist das Entzerren des Verkehrs auf dem Gelände. Wenn zum Jahresende die Arbeiten abgeschlossen sind, wird die Einfahrt am einstigen Autohaus geschehen, die Ausfahrt bleibt dort, wo derzeit noch Ein- und Ausfahrt sind. Durch den Umbau wächst die zur Verfügung stehende Fläche um rund 4000 auf 15.750 Quadratmeter.

Die Filiale in Rothenburg gehört wie alle BayWa Bau- und Gartenmärkte zur Kette Hellweg. (Foto: Stefan Neidl)
Die Filiale in Rothenburg gehört wie alle BayWa Bau- und Gartenmärkte zur Kette Hellweg. (Foto: Stefan Neidl)

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Noch mehr Geld als in Ansbach investiert die Baywa in Pocking. Der dortige Baustoffhandel ist durch ein Feuer im Mai 2024 zerstört worden. Nun investiert Baywa rund 6,2 Millionen Euro.

Nach einem ausgeprägten Investitionskurs ist der Baywa-Konzern Ende 2024 in finanzielle Schieflage geraten. Es läuft ein Konsolidierungsverfahren mit einer gezielten Konzentration auf das Kerngeschäft. Bis 2027 will Baywa deutschlandweit 1300 von derzeit 8000 Stellen abbauen, 26 Standorte schließen und Beteiligungen abstoßen. Damit soll das Unternehmen 2028 wieder Gewinne schreiben. In diese neue Struktur passt der Baustoffhandel in Ansbach. Aktuell arbeiten am Standort 25 Beschäftigte.

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