Veröffentlicht am 03.12.2022 11:11, aktualisiert am 04.12.2022 15:52

Feuer in der Rothenburger Altstadt? Entwarnung!

Nächtlicher Einsatz in der Altstadt: Entgegen ersten Vermutungen brannte in der Oberen Schmiedgasse aber kein Dachstuhl. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Nächtlicher Einsatz in der Altstadt: Entgegen ersten Vermutungen brannte in der Oberen Schmiedgasse aber kein Dachstuhl. (Foto: Clarissa Kleinschrot)
Nächtlicher Einsatz in der Altstadt: Entgegen ersten Vermutungen brannte in der Oberen Schmiedgasse aber kein Dachstuhl. (Foto: Clarissa Kleinschrot)

Bricht ein Feuer in einer dichtbesiedelten Altstadt aus, kann das fatale Folgen haben. In Rothenburgs historischem Kern sind Anwohner daher besonders sensibel, wie sich nun nach einem Feuerwehreinsatz herausstellte.

Kurz vor 23 Uhr am Freitagabend schreckte der ein oder andere brave Bürger wohl aus dem Schlaf, als die Feuerwehr in der Oberen Schmiedgasse anrückte. Ein Anrufer hatte sich gemeldet und von Rauch berichtet, der aus einem Dachstuhl drang.

So etwas bedeutet höchste Alarmbereitschaft. Nicht auszudenken, würde sich ein Feuer im historischen Stadtkern der Touristen-Metropole ausbreiten.

Wie Jürgen Holstein, Kommandant der Rothenburger Wehr, berichtet, konnten sich die Einsatzkräfte Zugang zu dem vermeintlich brennenden Gebäude verschaffen und daraufhin schnell Entwarnung geben: Der Dachstuhl brannte nicht.

Statt dessen sei aufgrund der Wetterlage Rauch aus dem Holzofen-Kamins eines Nachbargebäudes nach unten gedrückt worden. Der Kamin sei von der Straße aus jedoch nicht zu sehen, so Holstein. Da außerdem Brandgeruch in der Luft lag, hätten die Passanten „absolut richtig gehandelt, als sie den vermeintlichen Brand meldeten“.

Rund 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr inklusive der Ortsteilwehren Bettenfeld und Leuzenbronn waren rund eine Stunde lang im Einsatz.


Florian Pöhlmann

Nach der journalistischen Grundausbildung beim Fernsehen rief 1999 die große weite Welt des Sports, die ich in Nürnberg in nahezu allen Facetten kennenlernen und in verantwortlicher Position gestalten durfte. Erst der verlockende Ruf aus Ansbach und die Aussicht, im fortgeschrittenen Alter Neues zu wagen, sorgten ab 2021 für einen Neustart in der Lokalredaktion.

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