Immer mehr Menschen in der Region verlieren Hunderttausende Euro, weil sie in gefälschte Finanzprodukte investieren. Der Kriminalpolizei in Ansbach kommen bittere Fälle unter. Mit perfiden Maschen wickeln die Betrügerbanden selbst vorsichtige Anlegerinnen und Anleger ein. Was bleibt, ist ein ruiniertes Leben.
„Bing, Bing, Bing, Bing”, schellt die Glocke. „60k! 60k!”, jubelt ein Mann in einem Büro und schlägt im Sekundentakt auf die goldene Klingel. Um ihn herum: Menschen in Partystimmung. Kein Wunder, sie haben gerade 60.000 Euro verdient. Die Szene wurde in einem bulgarischen Callcenter per Handyvideo aufgenommen und liegt deutschen Ermittlerinnen und Ermittlern vor. Irgendjemand hat sich in diesem Moment entschieden, Zehntausende Euro in ein Finanzprodukt des Callcenters zu investieren. Doch das Produkt existiert gar nicht – und der Investor wird sein Geld nie wieder sehen.
Mit dem Glockengebimmel stürzen die Betrüger eine Person in finanzielle Not, die sie womöglich ihr Leben lang begleiten wird. Das Opfer wurde von der Bande mutmaßlich über Monate oder Jahre angefüttert, vertrauensvoll betreut, nahm extra Kredite auf. Bis die Falle zuschnappte.
Bereits FLZ+? Hier einloggen