Eine neue App für das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.06.2026 19:00

Eine neue App für das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim

Im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim wurde die neue App vorgestellt. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim wurde die neue App vorgestellt. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim wurde die neue App vorgestellt. (Foto: Hans-Bernd Glanz)

Das Fränkische Freilandmuseum in Bad Windsheim kann aufgrund seiner vielen alten Gebäude niemals zur Gänze barrierefrei sein. Um allen Besucherinnen und Besuchern, nicht nur Personen mit Handicap, einen Mehrwert an Informationen zu bieten, gibt es seit Kurzem die FabulApp.

Sie bietet zunächst zahlreiche spannende Informationen rund um die Kräuterapotheke im Museumsteil „Baugruppe Stadt“ an. Den Stellenwert, der der App beigemessen wird, zeigen der Besuch von Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster und Firmenvertretern, die wesentlich zur Finanzierung und Ausgestaltung der App beitrugen.

Start mit 18 Stationen in der Kräuter-Apotheke

Mit zunächst 18 Stationen startet das neue Angebot in der Kräuter-Apotheke des Fränkischen Freilandmuseums, durch das die bestehende Ausstellung vertieft und erweitert wird. Es beinhaltet ergänzende Informationen, eine Audio-Tour, zusätzliche Bilder und Videos und wird mittelfristig im gesamten Museumsgelände ausgedehnt. Dazu stehen ein interaktiver Geländeplan ebenso zur Verfügung wie Bilder und Informationen zu allen Gebäuden.

Die Stationen sind als Audio-Rundgang durch die Kräuter-Apotheke angelegt, können aber auch, je nach Interesse, unabhängig voneinander angehört und genutzt werden. Basis ist die FabulApp, eine von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern zur Verfügung gestellte Web-App.

Sie muss zur Nutzung nicht auf das Smartphone heruntergeladen werden, sondern ist über QR-Codes nutzbar. Wer zum Beispiel mehr wissen will über die Therapie mit Blutegeln, die zu den ältesten Heilmethoden gehört, stößt auf ein Video, das den Einsatz der Tiere zeigt und Hintergründe zur Wirkung beleuchtet. Die in der Kräuter-Apotheke ausgestellte Pillenmaschine, die bis in die 1960er Jahre in Apotheken genutzt wurde, ist ebenfalls in einem Video im Einsatz zu erleben.

Hintergründe werden visuell gezeigt

Es gibt Informationen zum Stellenwert von Hausmitteln, zu Arzneibüchern sowie zu exotischen Tieren, wie sie einst vielfach in ausgestopfter Version in Apotheken präsent waren. Dank der App können Besucherinnen und Besucher einen Rundgang durch die Räume machen, ohne die im ersten Stock aufgebaute Apotheke selbst zu betreten.

Finanziell ermöglichte eine Spende der beiden Familienunternehmen Martin Bauer und Dr. C. Soldan GmbH das neue digitale Angebot. Beide Firmen haben bereits die Eröffnung der Kräuter-Apotheke vor mehr als 20 Jahren sowohl finanziell als auch mit Rat und praktischer Hilfe maßgeblich unterstützt.

So können in der neuen Museumsapp auch die Herstellung von Hustenbonbons und Hintergründe zum Kräuteranbau in Franken in Form von Fotos und Videos gezeigt werden. Sukzessive wird die App im gesamten Gelände des Museums durch Touren und Inhalte ergänzt. Ein interaktiver Geländeplan mit Bildern und Informationen zu allen Museumsgebäuden steht bereits jetzt zur Verfügung. Dank der FabulApp können zudem die barrierefreien Angebote im Freilandmuseum weiter ausgebaut werden.

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