Ein Hauch Bob Dylan: Tribute-Abend für den singenden Poeten in Dinkelsbühl | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.05.2026 10:00

Ein Hauch Bob Dylan: Tribute-Abend für den singenden Poeten in Dinkelsbühl

Friedemann Emmert (links) und Peter Cahn widmen sich am 17. Mai einen Abend lang dem legendären US-amerikanischen Musiker Bob Dylan. (Foto: Martina Haas)
Friedemann Emmert (links) und Peter Cahn widmen sich am 17. Mai einen Abend lang dem legendären US-amerikanischen Musiker Bob Dylan. (Foto: Martina Haas)
Friedemann Emmert (links) und Peter Cahn widmen sich am 17. Mai einen Abend lang dem legendären US-amerikanischen Musiker Bob Dylan. (Foto: Martina Haas)

Bob Dylan hat nicht nur seine Generation geprägt, sondern viele. Wer kennt nicht „How Many Roads”? Peter Cahn verbindet mit diesem Song seit seiner Jugend ein Amerika, das es heute nach außen in dieser Form nicht mehr gibt. Gemeinsam mit der Band Fred and the Roaches will er dieser Epoche einen Abend widmen.

Für Friedemann Emmert, Gitarrist und Sänger, ist Bob Dylan seit 40 Jahren ebenfalls ein ständiger Begleiter. Er sei zwar kein „Bob-Dylan-Jünger”, sagt er, aber die musikalische Wandlungsfähigkeiten des inzwischen 84-Jährigen habe ihn fasziniert, erzählt Emmert. Mitte der 1970er Jahre habe er Dylan in Nürnberg zum ersten Mal gehört. Zwar machen Dylans Texte die Stücke aus, aber die Neuinterpretationen, für die der Künstler immer wieder selbst gesorgt hat, interessierten Emmert seit jeher.

Peter Cahn hat sich intensiv mit Leben und Werk Dylans befasst. „Bob Dylan ist ein Uramerikaner”, ist der frühere Intendant des Landestheaters Dinkelsbühl überzeugt. Auch ihn beeindruckt die Wandlungsfähigkeit des Musikers, der aus dem Folk kommt, sich aber auch Rock, Country und sogar der Unterhaltsmusik zugewandt hat. „Dylan blieb für alles offen”, beschreibt das Cahn, der mit Felix Mohr, dem früheren Dramaturgen des Landestheaters, für das Dylan-Programm zusammengearbeitet hat.

Gedichte, Bilder und Skulpturen

Diese künstlerische Offenheit Dylans bewegte sich auch in andere Richtungen: Er schrieb Gedichte, malte Bilder, schuf Skulpturen, berichtet Cahn. Für seine Lyrik erhielt er sogar den Literatur-Nobelpreis, holte ihn aber dann nicht persönlich in Stockholm ab.

Peter Cahn will aber dem Publikum auch einen Blick in die Zeit ermögichen, als der Bürgerrechtler Martin Luther King beim Friedensmarsch in Washington 1964 seine legendäre „I Have a Dream”-Rede hielt. Dieser Text ist ebenso im Programm wie Gedichte von Bob Dylan.

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Auch Gutes kam aus den USA

Für Cahn und Emmert sind trotz der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Situation die Vereinigten Staaten ein Land, aus dem gute Sachen kamen. Sie nennen die Friedensbewegung, die in den 1960er Jahren nach Europa geschwappt ist und die Gesellschaft nachhaltig bis heute geprägt habe. „Auch heute noch kommen von dort positive Impulse”, ist Cahn überzeugt.

Die beiden freuen sich auf die Premiere am 17. Mai. Die beiden sind durch ihr Johnny-Cash-Programm, mit dem sie seit einigen Jahren erfolgreich unterwegs sind, ein eingespieltes Team. Neben Cahn und Emmert sind Chris Kilgenstein (Gitarre und Gesang) und Harry Hirschmann (Bass) mit auf der Bühne.

„Ein Abend mit Bob Dylan” feiert am Sonntag, 17. Mai, Premiere. Beginn ist um 18.30 Uhr im Café am Münster. Karten gibt es an der Abendkasse, Reservierungen sind nötig.

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