Alle Welt scheint mit Gravelbikes über Stock und Stein, Straßen und Schotter zu flitzen: Gibt es überhaupt noch jemanden, der sich nicht eines dieser Modelle angeschafft hat, die wie ein Rennrad anmuten, dank Breitreifen aber gewisses Offroad-Talent haben?
Die Frage ist natürlich überspitzt, aber Fakt ist: Gravelbikes verkaufen sich mittlerweile besser als reine Rennmaschinen, während auch das Mountainbike auf dem absteigenden Ast fährt. Das zeigen Zahlen des Fahrradverbands ZIV. Kurzum: Der unter den sportlichen Fahrradfahrern wahrnehmbare Trend ist statistisch unterfüttert. Das Schotterrad boomt.
Das Angebot der Modelle am Markt ist dabei schier unüberschaubar. Kaum eine Marke, die nicht Gravelbikes anpreist. Für ein Exemplar geben Kunden oft mehr Geld aus als für ein gewöhnliches nicht motorisiertes Fahrrad, etwa ein schlichtes Citybike. Für unter 1.000 Euro finden sich selten Modelle, die qualitätsbewusste Kunden ansprechen.
Bei der Hamburger Marke Stevens etwa, der den Ruf als Hersteller von Fahrrädern mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis genießt, geht es erst bei 1.299 Euro mit dem Modell Gravere los. Wir sind das etwas teurere Upgrade Gravere Eco gefahren.
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